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Saatkorn-ziele

 

Saatkörner ausbringenSaatkorn-Ziele

Es gibt Ziele, die zwar sehr wichtig sind, die man aber trotzdem nur ungenau formulieren möchte. Wie ein Saatkorn, das man in die Erde legt und dann sich selbst überlässt. Daher die Bezeichnung Saatkorn-Ziele. Man schafft die Bedingungen, planvoll und manchmal mit großem Aufwand. Aber was genau dann herauskommen wird, weiß man noch nicht. Das Saatkorn soll die Keimzelle einer "positiven Entwicklung" sein.

Wir bewegen uns hier auf einem Feld, das man auch der Strategie zuordnen könnte. Mit einem Saatkornziel wollen wir oft eine Hebelwirkung erzeugen. So wie der Bauer aus jedem Saatkorn eine Ähre mit vielleicht 50 neuen Körnern gewinnen will.

IBM hat mit seinen IBM-Fellows, Forschern mit ungewöhnlich großen Freiräumen, große Erfolge erzielt. Der Mathematiker Benoit Mandelbrot, Pionier auf dem Gebiet der Fraktale, ist ein berühmtes Beispiel. Jede Ernennung zum IBM-Fellow ist ein neues Saatkorn. Was dabei herauskommen wird, weiß noch keiner.

Auch Wirtschaftspolitik im Sinne von Keynes, also Geld verteilen, Nachfrage ankurbeln und so Wachstum erzielen, ist im Grunde so ein Saatkornziel. Man hat gute Wünsche, ein ziemlich teures Saatkorn und dann wartet man ab, ob etwas dabei herauskommt.

Innovation ist ein besonders wichtiges Anwendungsgebiet. Man kann Erfindungen nicht befehlen, aber man kann die Voraussetzungen schaffen. Die richtig großen Erfindungen sind immer auch Überraschungen. Und Überraschungen sind ja auch schlechte Überraschungen, wenn man schon vorher alles weiß. Innovation herbeiführen, kann man mit Saatkorn-Zielen.
 

EisvogelZiele ohne Erfolge?

Ein Beispiel aus dem Bereich persönlicher Ziele:

Wir haben über die Jahre unseren Gemüsegarten in einen vielfältigen und wertvollen Lebensraum für Tiere, Pflanzen und natürlich uns Menschen umgewandelt. Kein Termin, keine präzise Zielsetzung, noch nicht einmal klare Vorstellungen und trotzdem ein Ziel?

Auch so etwas wie ein Erfolg ist dabei schwer messbar: Unser Teich beispielsweise bietet keinerlei Chance, Eisvögel anzusiedeln und doch kommen diese farbenprächtigen Tiere unsere Fische besuchen. Inmitten einer der intensivsten Landwirtschaftsregionen Deutschlands eine wunderbare Sache. Das war so nie geplant. Aber ist es dann auch kein Erfolg? Oder eine Gottesanbeterin auf unserer Terrasse: Erfolg oder einfach nur Folge des Klimawandels?

Umgekehrt ist es mit den Wiedehopfen: Da habe ich mir die Mühe gemacht, eine Bruthöhle zu bauen, die Umgebung passt und trotzdem kommt allenfalls mal einer auf Patrouille vorbei. Wohnen wollen die in unserem Garten wohl nicht. Zählt das dann als Misserfolg?

Waldohreulen in unserem GartenDafür haben Waldohreulen schon zweimal  Kinder großgezogen. Das Bild links ist aus unserem Garten. Ich habe für den Bruterfolg der Eulen nicht mehr getan, als das Angebot für eine Baumfäll-Aktion doch noch mal in den Papierkorb zu werfen. Fernab vom Wald mögen unsere Eulenkinder ungläubiges Staunen auslösen. Aber ist so etwas als Erfolg zu werten?
 

Ist das ein Ziel?

Unser Ziel war ein Saatkorn-Ziel: Gelegenheit für eine Lebensraum zu schaffen, den die Natur dann selbst mitgestaltet. Natürlich gibt es dafür keinen Endtermin. Ein Dauerziel jedenfalls, denn es muss immerfort viel dafür geplant und getan werden. Wir haben von Anfang an nicht konkret Eulen oder Wiedehopfe im Auge gehabt, ja überhaupt keine genau bestimmten Pflanzen oder Tiere. Wir wollten Gelegenheit für Leben schaffen. Und in diesem ganz allgemeinen Sinn ist das Ziel erreicht.
 

Auch im beruflichen Bereich?

Klar, dass es weitere, ähnliche Ziele im privaten Umfeld häufig gibt: Keinen Pauschalurlaub machen, sondern Gelegenheit für überraschende Erlebnisse schaffen. Den Kindern keinen Beruf in den Kopf setzen, sondern sie darauf vorbereiten, zu werden, was auch immer sie wollen ... Doch gibt es das auch im geschäftlichen Umfeld?

Gelegenheit schaffen als Ziel gibt es auch in Unternehmen. Nicht nur als Freiräume für einzelne Führungskräfte, sondern ganz gezielt die Anlage eines Unternehmens wie ein Uni-Campus. Zentrale Kaffeeautomaten und ein Stehtisch dazu, das schafft weit mehr Kommunikation und Ideen als einzelne Kaffemaschinen in jedem Büro. Ob das Saatkorn Kaffeeautomat funktioniert, wird schwer zu prüfen sein, aber der umgekehrte Fall, eine Firmenpleite, die im Abschaffen von Kaffeeautomaten und dadurch der Störung des informellen Informationsaustauschs ihren Ausgang nahm, wurde schon in den 60er Jahren dokumentiert.
 

Was noch kann Saatkorn sein?

Jedem Mitarbeiter einen Messebesuch pro Jahr abverlangen oder ein paar Tage Weiterbildung, das ist auch nicht direkt produktiv, sondern ein "Ideen und Entwicklung ermöglichen" in dem hier behandelten Sinne.

Saatkörner können durchaus auch ganz vereinzelt sein und als solche gleich wieder vergessen. Die Ausstattung technischer Abteilungen mit Geräten, die sie in dieser Qualität eigentlich nicht bräuchten: Das kann wirken wie das Mikroskop oder der Chemie-Baukasten, den man einem Kind schenkt. Die meisten dieser Geschenke landen ungenutzt auf dem Dachboden, aber sie haben auch schon bis zum Nobelpreis geführt.

Immer wenn etwas entstehen soll, das man nicht so richtig vorherbestimmen kann, begegnen wir solchen ganz allgemeinen Belebungsversuchen, Zielen, die einfach nur Leben, Ideen und Gelegenheiten fördern.
 

Braucht man dafür besondere Werkzeuge?

Es ist hier ganz ähnlich wie bei den Beibehaltungszielen: Das übergeordnete Ziel wird nicht ganz nach Lehrbuch als Ziel formuliert. Es ist eher eine Richtschnur. Erst auf der Ebene darumter, bei konkreten Teilzielen, begegnen wir wieder ganz konkreten projektartigen Zielen, die man anpacken kann.

Um noch einmal das Gartenbeispiel zu verwenden: Das übergeordnete Ziel, Lebensraum zu schaffen, ist ein Saatkorn-Ziel. Unterziele können dagegen ganz konkrete Projekte sein: Eine Bruchsteinmauer oder einen Teich anlegen.

MindmapInsofern braucht es eigentlich nur die Werkzeuge des Ziele- und Zeitmanagement, eine klare Gliederung, klare Prioritäten, immer das Wichtigste zuerst... Dann aber fällt auf: Ein wichtiger Bestandteil dieser Art von Zielen ist das Finden und Entwickeln von Ideen. Das passende Werkzeug dazu wären Mindmaps, die sonst eigentlich im Umfeld von Zielen nichts zu suchen haben.

WiedehopfSaatkornziele muss man nachjustieren. Denn Freiräume können natürlich auch zu unerwünschten Entwicklungen führen. Dann braucht es neue Maßnahmen. Der große Zielrahmen bleibt aber unverändert.
 

Konzentration oder Vielfalt?

Eine wichtige Frage ist dann noch: Wollen wir eher eine breite, bunte Vielfalt neuer Ideen, Produkte und Initiativen hervorrufen? Oder ist eine Konzentration in eine bestimmte Richtung erwünscht?  Will man also, um nochmal auf den Garten zurückzukommen, Steinhaufen für Eidechsen, Hecken für die Vögel und den Teich für alles was daran Freude hat? Oder richtet man alles auf die Wiedehopfe aus und sonst nichts?Sektormap

Das perfekte Werkzeug, sowohl für die Entwicklung als auch die beobachtende Begleitung ist dann eine Sektormap: Sie lässt sich idealerweise gewichten nach der Häufigkeit von Maßnahmen, nach dem Budget für die einzelnen Bereiche oder nach der Zahl der kleinen und großen Erfolge, die sich ergeben.

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Oft ist das Formulieren von Zielen schon der erste Schritt zum Erfolg. Dabei sollten Sie folgende Dinge beachten...:

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