Ziele formulieren

Ziele:Ein Ziel ist ein Vertrag mit sich selbst
Ein Vertrag
mit sich selbst

 

Gut formulierte Ziele sind leichter zu erreichen. Denn unsere Psyche und unsere Motivation haben einen gehörigen Anteil am Gelingen.

Wie also formuliert man Ziele möglichst gut? Wie formuliert man sie so, dass es bei der Zielerreichung hilft?

Hier ein paar Tipps:

Schriftlich

Schriftliche Ziele sind leichter zu erreichen als solche, die man nicht aufschreibt. Einer der Gründe dafür ist, dass man ein wenig mehr darüber nachdenkt. Man schreibt ein Ziel nicht so unbedacht auf, wie man es aussprechen würde.

Der Hauptgrund wird aber wohl sein: Wir gehen ein stärkeres Commitment ein. Wir legen uns fest. Wohl mag dieser Unterschied gering sein. Aber er macht den Unterschied. Sehr oft jedenfalls. Mit schriftlichen Zielen kommt man weiter.

Prägnant

Bei allem Wenn und Aber und bei allen Details, die man beachten will, sollte man doch nach einer kurzen, griffigen Formulierung suchen. Wie könnte man das Ziel so formulieren, dass man wirklich nichts mehr weglassen kann, ohne es ganz unkenntlich zu machen? Also statt "Ein kleines Haus mit 5 Zimmern und einem Garten mit Teich am Stadtrand ,,," erst mal "Ich will ein Haus". Kurze Formulierungen wirken wie Werbesprüche. Sie sind eindringlich und wirksam. Details kommen später dran.

Eine Willensbekundung

"Ich will" ist ein guter Anfang für ein Ziel. Es ist psychologisch wichtig, einen klaren Willen zu entwickeln. Dazu trägt die Willensbekundung bei. Und man muss gegenüber sich selbst auch nicht unnötig höflich sein und auf sowas wie "Ich hätte gern, wenns möglich wäre ..." ausweichen. Klarheit geht da vor.

Sein Ziel anderen zeigenSo, dass man es weitersagen kann

Sein Commitment auf ein Ziel verstärkt man ganz leicht, indem man von dem Ziel anderen erzählt. Zumindest, wenn das dem Ziel selbst nicht abträglich ist. Man setzt sich damit ein wenig, manchmal auch ganz erheblich, unter Druck. Und natürlich fordert man Einwände regelrecht heraus.

Umso mehr ist es wichtig, dass man eine klare Aussage machen kann. Das Ziel muss kurz und verständlich sein. Im Grunde so wie ein Spruch auf einem Transparent für die nächste Demo.

Das Datum

Eine Datumsangabe kann durchaus sein "Nächsten Sommer ..." oder "Noch in diesem Jahrzehnt ..." Auf eine präzise Vorgabe kommt es in vielen Fällen nicht an. Es kommt auf die Nachprüfbarkeit an. Sie gehen einen Vertrag ein mit sich selbst. Da muss klar erkennbar sein, ob er erfüllt wurde. Das Datum ist erforderlich, um hinterher klar sagen zu können, ob das Ziel erreicht wurde oder nicht.

Viele Sonderfälle

Wir reden nur von einem einzigen Begriff, von Zielen eben. Wir meinen aber verschiedene Dinge. Dauerziele, Projektziele, Abhakziele und Ziele, die eigentlich nur Saatkörner sind... Es ist ganz gut, wenn man sich klarmacht, welche Art von Ziel man eigentlich meint. Mehr dazu bei den "Arten von Zielen".

kleines HausErst das Ziel, dann der Weg

Ein Ziel ist ein erreichter Zustand. Wir beschreiben, das was werden soll und nicht wie wir da hinkommen. In "Ich will ein eigenes Haus" kommt kein Bausparvertrag vor und keine Überstunden. Auch das kommt später. Erst mal legen wir die entscheidenden Dinge fest, die werden sollen. Wenn der wichtigste Handlungsschritt dahin leicht zu fassen und alternativ beschlossen ist, dann ist es oft noch besser, das auch noch mit einzubeziehen. Also "Ich werde ein Haus kaufen" oder "Ich will ein Haus bauen". Wenn der Weg dagegen nicht festliegt, lässt man ihn besser weg.

Ein ganzer Satz

Ein Ziel ist kein Stichwort wie "Frisör 14 Uhr", sondern eine klar formulierte Aussage. Unser Beispielziel wäre dann vielleicht "Ich will bis Jahresende 2020 im eigenen Haus wohnen."

 

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