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Stufe 3: PhotoReading

schnelllesenPhotoReading - Stufe 3

Lesen mit 25000 Wörtern pro Minute? PhotoReading? Kann so etwas funktionieren? Und was bringt es uns? Immer mehr Müll in immer weniger Zeit gelesen? Oder die entscheidende Fertigkeit im Zeitalter der Informationsflut?
 

Vom Schnelllesen zum PhotoReading

Die Steigerung des Lesetempos von 160 bis 200 Wörtern pro Minute (wpm) auf etwa 450 Wörter pro Minute bei gleichzeitig verbesserter Lern- und Verstehensleistung ist Stand der Technik in der Arbeitsmethodik (siehe Schnelllesen) Als Photoreading, Megareading und andere superlative Begriffe bezeichnet man Techniken, die angeblich 25000 Wörter pro Minute an Leseleistung erbringen.

Funktioniert das? Nützt es etwas? Wie kann ich mein Lesetempo weiter deutlich erhöhen?
 

Die Struktur des Lesestoffs

Niemand käme auf die Idee, Goethe mit einer Schnelllesetechnik anzupacken. Doch die moderne Wirtschafts-Literatur, Zeitungen und Zeitschriften etc. enthalten bei Weitem nicht die Gedankenfülle und -Dichte, die originelle Denker hervorbringen oder hervorbrachten. Die wenigen wichtigen Gedanken liegen oftmals an unscheinbaren Stellen des Textes gut versteckt oder sie liegen in der Struktur des Buches, in der gedanklichen Vorverarbeitung, die der Autor für uns geleistet hat.

Diese Struktur erwirbt man sich beim linearen Durchgehen eines Buches nur unzureichend und mit großem Zeitverlust. Deshalb lohnt es sich, ein Buch zunächst zu überfliegen. Blättern Sie dazu ein Sach- oder Fachbuch, das Sie lesen wollen, zunächst von vorne bis hinten durch. Bleiben Sie in einem ungefähr gleichmäßigen Rhythmus von ca 2 bis maximal 3 Sekunden pro Seite. Das reicht gerade aus, um die eine oder andere Überschrift, ein paar Stichwörter und die Abbildungen zu erfassen. In Ihrem Gehirn entsteht so in wenigen Minuten eine Vorstellung und eine Struktur des Buches.

Nutzen Sie "Übersichtslesen". Manchmal lässt sich bereits aufgrund dieses Vorgehens die Entscheidung treffen: Dieses Buch lese ich nicht!
 

lesenFragen an das Buch

Der entscheidende Vorsprung, den ein solches "Überfliegen" bringt, liegt in einer Art Vor-Strukturierung. In diese können sich dann beim normalen Durchlesen die Gedanken einordnen. Ihre Lesegeschwindigkeit wird deutlich gesteigert, ebenso das Verständnis und die Behaltensquote. Die fünf investierten Minuten haben sich schnell gelohnt.

Sie steigern diesen Effekt noch, indem Sie vorab Fragen an ein Buch richten, sich Gedanken machen, welchen Inhalt Sie wohl erwarten würden. Bilden Sie sich vorab eine eigene Meinung oder überlegen Sie, welche Struktur Sie einem Werk zu diesem Thema geben würden. Oder nehmen Sie sich einfach vor, etwa bei einem Buch über ein Wirtschaftsthema, sich nur die Passagen zu merken, die mit Kosten zu tun haben.

Ihr Gehirn führt aufgrund einer solchen Maßnahme ständig einfache Struktur- Überlegungen durch, ordnet, bewertet, verarbeitet. Gleichzeitig lesen Sie mit gesteigerter Neugierde, dem entscheidenden Funken, der die geistige Verarbeitung verbessert.
 

PhotoReading

Wie ist das nun mit PhotoReading? Mit 25000 Wörtern pro Minute? Eine solche Lesemethode tut genau das, was ich eben als strukturierendes Überfliegen vorstellte. Hinzu kommt ein weiterer Steigerungsfaktor durch den Versuch, das Gehirn in den Alpha-Zustand zu versetzen, einen Gehinwellen-Bereich, indem das Gehirn unkritisch und besonders effizient lernt.

Diese Lesemethoden sind nützlich. Wir sollten uns aber nicht vorgaukeln, wir hätten ein Buch damit gelesen. Das Gehirn ist rein physisch nicht in der Lage, eine solche Informationsmenge wirklich zu verarbeiten. Auch nicht als Bild. Wir glauben zwar, wir könnten uns ein Bild als eine Art Photographie schnell und sicher merken. Dann könnte man auch erwarten, eine bedruckte Buchseite abzufotographieren. Aber selbst das Bildergedächtnis merkt sich nur Strukturen und setzt die Details beim Erinnern zusammen. Müll

Füllen Sie Ihr Gehirn nicht mit Müll!

Doch selbst wenn wir das könnten, was würde es nützen? Die Struktur haben wir weitgehend erfasst. Aber den Inhalt? Der Inhalt ist kein photographierbares Buchstaben-Meer, sondern eine sequentielle Abfolge von Gedanken und Begriffen. Gedanken lassen sich aber nur durch Mitdenken erschließen.

Betrachten wir diese ganzen Superschnell-Lesetechniken als das, was sie sind: Sie sind Strukturierungstechniken. Wer mehr damit macht, sammelt nur jede Menge unverarbeiteten Gedankenmüll. Eine Information ist nur dann etwas wert, wenn sie die Stimmung bessert oder wenn man aufgrund der Information handeln kann. Diese Art Schnelllesen mag ja ganz toll sein für Weltrekorde aller Art. Aber der Nutzwert? Ein Telefonbuch auswendig zu können? Wertvolle Information ist das jedenfalls nicht.
 

Ausprobieren!

Mein Rat: Probieren Sie es aus. Das lohnt sich. Aber buchen Sie nicht auch noch ein kostspieliges Seminar, wenn Sie nicht jedes Versprechen erfüllt finden. Beobachten Sie, wie und wie schnell Sie den Stoff aufnehmen. Und versuchen Sie, sich eine geistige Struktur zu schaffen.
 

Intuition

Die geschilderte 2-Sekunden-Technik oder das PhotoReading haben eine positiove Wirkung auf die Intuition. in Bezug auf den "gelesenen" Stoff. Vermutlich liegt das an der lockeren Bindung aus aufgeschnappten Stichwörtern, Diagrammen, Bildern etc beim Strukturierungsvorgang.

Probieren Sie Schnellesen aus!
 

Literatur:

siehe Schnelllesen, Teil 1.

Jetzt weiter mit einer anderen wichtigen Fertigkeit des Gehirns: Die Nutzung der rechten Gehirnhälfte