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Brainstorming

Brainstorming

Brainstorming ist die bekannteste aller Kreativitätsmethoden. Es ist leicht zu erlernen, einfach anzuwenden und hat eine relativ hohe Erfolgsquote guter Ideen.

SturmWelche ist die kreativere Gehirnhälfte?

Wenn Sie einschlägige Literatur über das Gehirn lesen, fällt die Antwort auf diese Frage scheinbar leicht: Die rechte Gehirnhälfte ist der Sitz der Phantasie. Das ist richtig. Aber verwertbare Ideen sind nicht nur Produkt der Phantasie, sondern einfacher Assoziation. Es ist die simple Verknüpfung von Begriffen, die solche Ideen produziert. Das ist eine Funktion der linken Gehirnhälfte. Nehmen Sie also nicht alles für bare Münze, was über dieses Thema geschrieben wird.

Mehr darüber finden Sie unter dem "Konflikt der Gehirnhälften", dem Thema Schnelllesen und z.B. zur Methode 635.

Gehirnsturm?

Brainstorming wurde von einem Amerikaner namens Alex Osborn bereits in den 30 er Jahren entwickelt. Es funktioniert folgendermaßen:

 Eine Gruppe von wenigen (5-8) Personen, möglichst Fachleute verschiedener Gebiete, trifft sich, möglichst vormittags, an einem ruhigen, angenehmen Ort zu einer Sitzung von etwa 20 bis 30 Minuten. In dieser Sitzung wird versucht, Ideen für ein zuvor klar definiertes Problem zu finden. Jeder hat die Aufgabe, schnell und ungehemmt möglichst viele Ideen zu produzieren und in die Runde einzubringen.

Dabei gelten einige wichtige Regeln:

  • Jede Idee wird sofort ausgesprochen
  • Jede Idee wird notiert (evtl später vom Band)
  • niemand äußert Kritik
  • niemand nimmt Stellung zu einer geäußerten Idee
  • die Abfolge der Ideen soll möglichst schnell sein

Niemand stiehlt Ihre Idee!

Man erlebt oft Menschen, die äußerst vorsichtig mit ihren Ideen umgehen. Das ist aber meist nicht gerechtfertigt. Zwar passiert es hin und wieder, daß findige Kollegen vor dem Chef Ihre Ideen als die eigenen verkaufen. Aber oft genug läßt das schnell nach, wenn der Chef auch nur zu einer einzigen Idee die Ausführung verlangt.

Besonders schlimm: Eine Geschäftsidee. Nur unter vorgehaltener Hand und nach prüfendem Blick, begleitet von "Dir kann ich das ja anvertrauen .." wird darüber gesprochen. Aber nur in Ausnahmefällen wird das sinnvoll sein.

Denn nur selten werden solche Ideen wirklich geklaut. Die Gewinner, die fähig wären, sie auszuführen, sind mit der Ausführung eigener Ideen mehr als beschäftigt. Und die Verlierer werden sie niemals anpacken.

Wenn Sie über Ideen reden, haben Sie einen immensen Vorteil: Die Sicht eines anderen, die viel Zeit sparen kann, weil man Stärken und vor allem Schwächen der eigenen Idee ganz wesentlich schneller erkennt.

Die Auswertung

Der häufigste Fehler bei Brainstorming ist vermutlich nicht, daß man jede nur denkbare hitzige Diskussion einfach eine Brainstorming-Sitzung nennt. Es ist vielmehr die fehlende Auswertung. Am Ende der Sitzung werden die Ideen gesichtet, aussortiert und in ausführlichen Diskussionen, eventuell auch neuen Brainstorming-Sitzungen weiter verwertet. Häufig genug bleiben diese Ideen, auch gute und brauchbare, in der Schublade liegen. Kreativität erschöpft sich nicht in Phantasie sondern in der Schaffung neuer Werte.

Eine wichtige Konsequenz für die Praxis: Legen Sie schon vorher fest, wer, wann und in welchen Fällen für die Umsetzung von Ideen verantwortlich ist.

Wirklich keine Kritik?

Brainstorming lebt davon, dass keine Kritik geäußert wird. Man will ja gerade "verrückte" Ideen haben. Und man soll diese äußern können, ohne sich gleich der Lächerlichkeit preiszugeben. Niels Bohr

Oft ist es aber genau andersherum, sobald die Ideen einmal gesammelt sind. Ideen zu prüfen, bedarf der Widerrede:

Der berühmte und hoch verehrte Nobelpreisträger Niels Bohr war zu Beratungen in das Atombomben-Entwicklungszentrum in Los Alamos eingeladen worden. Bei einer Besprechung flüsterte er seinem Sohn (später ebenfalls Nobelpreisträger) zu: "Merk Dir den Typen da hinten. Das ist der Einzige, der hier keine Angst vor mir hat." Und am anderen Morgen holte er sich genau diesen Mann als Diskussionspartner, um Ideen mit ihm auszutesten und sie zu entwickeln. Der "Typ da hinten" war richtig gewählt. Bohr bekam heftigen Widerspruch. Die Ideen kamen gut voran. Der Mann war damals noch unbekannt. Es war Richard Feynman, später ebenfalls Nobelpreisträger und einer der brilliantesten Physiker des Jahrhunderts. (Richard P. Feynman, "Surely You're Joking, Mr. Feynman ") Wenn man also von diesen schlauen Köpfen lernen möchte, dann auf jeden Fall dies: Haben Sie den Mut, Kritik zuzulassen und sogar herauszufordern und haben Sie den Mut, Kritik auszusprechen!

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