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Den Kopf frei machen

 

Ausbruch aus einem Gedankenkäfig ...

Manchmal beißt man sich an einem Problem fest. Die Gedanken drehen sich im Kreis. Man denkt immer wieder das selbe und kommt da einfach nicht raus. Man sitzt vor einem leeren Blatt und findet den Anfang nicht. Gibt es auch für diese Situation Tricks oder Denkmethoden? Wollen Sie also schnell und gründlich den Kopf für Neues freimachen? Neue Denkansätze finden? Sich nicht weiter im Kreis drehen, sondern wieder klare Gedanken fassen? Lesen Sie weiter:

Trick 1: Den Kopf leeren ...

Es gibt z.B. einen ganz einfachen Trick, mit dem man seinen Kopf von allen verbalen Gedanken schnell und sicher freimachen kann: Stellen Sie sich in Gedanken den Duft einer Schweizer Käsesuppe vor. Während Sie versuchen, eine Vorstellung oder Erinnerung von einem solchen Duft wachzurufen, können Sie nicht in Worten denken. Ihre linke Gehirnhälfte hat da keine Chance. Nach zehn Sekunden schon ist Ihr Gehirn frei für einen neuen Anfang.

Führen Sie die beschriebene "Duft-Übung" mehrmals für verschiedene Speisen, Gewürze etc durch und merken Sie sich, womit es am besten geklappt hat. Versuchen Sie es mit kräftigen oder sehr ausgeprägten Gerüchen oder auch Geschmack (Appenzeller, Curry, Zimt, Pfefferminz ...)

Wenn Ihr ursprüngliches Problem Sie stark bewegt hat, wenn es sich gar um eine echte Sorge handelt, dann kehren Ihre Gedanken natürlich schnell dahin zurück. In leichten Fällen kann es helfen, die Übung zu verlängern, etwa auf ein bis zwei Minuten. Für Alltagssituationen hervorragend, für ernsthaftere Fälle aber leider nicht geeignet.

Siehe auch Zeitmanagement in psychischen Problemsituationen.

  

Trick 2: Das linke Gehirn austricksen

Man kann seine Gedanken regelrecht abstellen. Sie werden vielleicht annehmen, das sei leicht. Unsere Politiker, (jedenfalls die der gegnerischen Farben,) machen es täglich aufs Neue vor.

Es ist aber keineswegs einfach. Es bedarf dazu beispielsweise der fernöstlichen Zen-Techniken, die mit einem hohen Übungsaufwand verbunden sind. Auf dem Weg dorthin bedient man sich u.a. Atemübungen. Ein willentlich der Atmung auferlegter Rhythmus wird durch die rechte Großhirnhälfte gesteuert. Die linke Hälfte hat keine Chance.

"Schäfchen zählen", um einschlafen zu können, hat auch damit zu tun, dass man die linke Gehirnhälfte beschäftigt, so dass sie nicht gleichzeitig grübeln kann.

Erklären Sie jemandem Ihr "Problem". Auch wenn der Andere kein Wort dazu sagt, ja sogar, wenn Sie zu Ihrem Auto sprechen, erleichtert die verstärkte Aktivierung und die neue Gedankenführung die Problemlösung (siehe auch Denken mit Feedback).

Sehr erfolgversprechend ist die Nutzung rechtshirniger Zeichenübungen. Damit lassen sich über einen fast beliebig langen Zeitraum linkshirnige, verbale Gedanken praktisch völlig unterdrücken. Das Gehirn nimmt beständig Bildinformationen auf und produziert Bildinformationen neu. Da bleibt kein Raum für Denken in Worten.
 

Zählen beim TrainingTrick 3: Zählen

Beim Joggen denkt man nach. Man muss sogar aufpassen, dass man nicht seinen Erfolg zunichte macht, indem man sich zu sehr mit Sorgen beschäftigt. Ganz anders ist die Situation bei den Muskelaufbautrainings, noch dazu, wenn man die Zeit misst. Man zählt seine Liegestützen und Klimmzüge mit.

Das Zählen beschäftigt die linke Gehirnhälfte völlig. Kommt dann auch noch ein Training bis zu den körperlichen Grenzen hinzu, das uns mit einem "Runners High" belohnt, ist man von Sorgen und Gedanken erst mal völlig befreit. Krafttraining mit Zählen ist wie ein Reset-Knopf im Gehirn. 

Trick 4: Tempo

Die Geschwindigkeit, mit der man denkt, hat sehr großen Einfluss auf das Ergebnis. Sie kennen den Effekt vielleicht vom Schnelllesen. Aber auch das Abrufen von Gedächtnisinhalten und das Finden von Ideen ist vom Denktempo abhängig. Assoziationsbahnen, denen unser Gehirn bei immer gleichem Tempo in immer gleicher Weise folgen würden, werden bei höherem Tempo einfach ignoriert, als ob man durch zu hohes Fahrtempo eine Autobahnausfahrt verpassen würde und dann eben irgendwo anders hin gelangt.

Schnellplanen wirkt nicht nur gegen Aufschieberitis, sondern hilft auch, bisher nicht bedachte Zusammenhänge neu zu sehen.
 

Trick 5: Die Leistungsfähigkeit des Gehirns

Häufig liegt die Ursache für das gedankliche Festbeißen, das sich im Kreis drehen, in physischen Ursachen. Prüfen Sie, ob Ihr Gehirn gut versorgt ist. Dazu gehört: Ausreichend Flüssigkeit (!), Sauerstoff, Aktivierung (z.B. Joggen), Kohlenhydrate ... Siehe auch "Brain Food" und "Äußere Faktoren der Intelligenz".
 

Trick 6: Gedankenkäfig Sprache

Bei manchen Denkproblemen kann es sehr nützlich sein, einfach die Sprache zu wechseln. Denken Sie in einer Fremdsprache. Mit der Sprache wechseln Sie gleich das ganze Beziehungsgeflicht in Ihrem Gehirn, die Assoziationsbahnen. Andere Verknüpfungen führen zu anderen Ergebnissen und neuen Ideen. Der Gedankenkäfig ist zerbrochen.

Das funktioniert auch und vielleicht gerade, wenn Sie der Fremdsprache nicht besonders gut mächtig sind. Dann sind Sie zusätzlich gezwungen, zu definieren, zu umschreiben, Gedanken neu zu fassen. Und schon haben Sie neue Sichtweisen, neue Gesichtspunkte und oft auch neue Erkenntnisse in Ihren Denkprozess eingebracht. Probieren Sie es aus!

Hier erfahren Sie mehr:

"Genial ist kein Zufall" von Jens-Uwe Meyer und Henryk Mioskowski ist ein sehr gut gemachtes Buch über Kreativitätsmethoden. Viele der darin vorgestellten Tipps haben auch mit dem Thema "Gedankenkäfig" zu tun. Allerdings deckt es im Grunde den ganze Kreativprozess ab: Chancenfelder identifizieren, Ideenansätze vertiefen, Ideen generieren, bewerten und optimieren und vieles mehr. Das Buch hat den Charakter einer Toolbox, mit vielen Abbildungen, kurzweilig zu lesen und direkt verwendbar. Wenn Sie mehr oder bessere Ideen wollen: "Genial ist kein Zufall" Unbedingt lesen!

Trick 7: Die Perspektive wechseln

Ein ganz simpler Trick ist: Wechseln Sie Ihren Blickwinkel. Stehen Sie auf, gehen Sie an einen anderen Ort, vielleicht im selben Raum, und nehmen Sie einen Blickwinkel ein, den Sie sonst nie einnehmen.

Oder: Ändern Sie die Beleuchtung.

Oder eben: Gehen Sie in einen anderen Raum, gehen Sie ein paar Schritte im Freien, packen Sie Ihre Wanderschuhe in den Kofferraum ...


Das umgekehrte Problem

Manchmal ist es umgekehrt. Wir wollen nicht aus einem Gedankenkäfig raus, sondern in einen Gedanken hinein, insbesondere hinein in bestimmte fruchtbare Denkprozesse. Auch da gibt es verblüffend einfache Abhilfe.

Mehr dazu in  Zeitgefühlfreies Arbeiten.