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9-Tage-Gedächtnistraining: Tag 5

  

9-Tage-Gedächtnistraining: Tag 5

BilderkettenReihe von Frauen

Gedächtnisinhalte mittels einer Bilderkette aufzureihen, ist eine sehr einfache und wirkungsvolle Gedächtnishilfe. Sie lebt davon, dass Sie sehr sorgfältig vorgehen und ist daher in stressbelasteten Situationen nicht immer empfehlenswert.
 

Wörter verknüpfen durch Bilderketten

Jetzt, nachdem Sie sich bereits mit Gedächtnistricks vertraut gemacht haben, die einfachste Methode:

Beim praktischen Ausprobieren stellen Sie fest, dass man nur selten völlig willkürlich zusammengewürfelte Begriffe zu lernen hat. Es ist vielmehr in der Regel so, dass die zu lernenden Begriffe oder Argumente sinnvolle Gruppen bilden.

Bei den Denkmethoden ist es nicht anders als sonst: Im Zweifel wählen wir die einfachste Möglichkeit. Nehmen wir einmal als praktisches Beispiel eine einfache Einkaufsliste: Sie benötigen ein Pfund Butter, drei Päckchen Haselnüsse, ein Kilogramm Mehl, ein Päckchen Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, zwei Dosen Champignons, ein Netz Orangen, zwei Kilo Bananen, ein paar Kiwis und Paket Müllbeutel.

In dieser Liste erkennt man sofort zwei Gruppen: Die ersten fünf Positionen sind Backzutaten. Sie lassen sich leicht merken, wenn man sich vorstellt, wie man daraus einen Kuchenteig rührt. Die zweite Gruppe, das Obst, lässt sich leicht als Ganzes in einer schönen Obstschale vorstellen. Noch einfacher ist es, wenn wir im Geiste das Obst in einen Müllbeutel platzieren und auf den fertigen Kuchen noch eine Dose Champignons stellen. Und schon haben wir mit zwei ineinander verketteten Bildergruppen zehn Begriffe abgespeichert.

Man kann die zu merkenden Gegenstände, Namen oder Argumente einfach hintereinander aufreihen und so miteinander verketten. Genauso gut kann man aber auch einfache Gruppen bilden.

Auch hier spielt es keine Rolle, ob die Gruppierung "Sinn" ergibt. Auch absurde, lustige Gruppierungen und Verkettungen tragen zur Merkfähigkeit bei.

Der Gedächtnistrick funktioniert auch mit völlig beliebigen Begriffen:
Probieren Sie es aus!
 

Übung 1:

Holunder, Diskette, Türklinke, Alexander der Große, Winter, Molybdän, Hunger, Klarinette, Fernsehturm, Suppenschüssel ...
 

Übung 2:

... oder, wenn das gut geklappt hat, gleich mit "schwierigeren" Begriffen:

Eisenmangel, Hyperaktivität, Echtheitszertifikat, Transposition, Parapsychologie, Naivität, Hitze, Religion, Freistempler, Untugend

Sie können einerseits versuchen, Gruppen zu bilden. In der praktischen Anwendung wird das normalerweise funktionieren. Sie können aber auch beispielsweise eine mit Holundersaft bekleckerte Diskette an eine Türklinke heften. Alexander der Große kann im Winter in der persischen Steppe nach Molybdän graben und so weiter.

Probieren Sie es aus. Und vergessen Sie nicht: Machen Sie sich so lebhafte Bilder wie möglich. Je verrückter sie sind, desto leichter sind sie zu merken.
 

Übung 3:

Führen Sie eine weitere Vorstellungsübung durch: Versuchen Sie es diesmal mit dem Schwerpunkt "Räumlichkeit". Versuchen Sie im Geiste durch die Straßenschluchten von Manhattan zu fliegen und die riesigen Gebäude wie Bauklötze aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Versuchen Sie auch hier, möglichst viele Details aufzunehmen: Die Geräusche der Straße, die Farbe der Autos, die vielen Fenster, in denen sich wiederum die Nachbargebäude spiegeln ...
 

Aufgabe 4:

Bitte lesen Sie ein weiteres Kapitel in "Das perfekte Gedächtnis" und führen Sie die dortigen Übungsvorschläge aus.
 

Aufgabe 5:

Bitte merken Sie sich mit dem gelernten Bilderraster folgende Begriffe und prüfen Sie nach zwei Stunden, ob Sie noch alle Begriffe wissen:

  1. Außenhandelsbilanz
  2. Zinsniveau
  3. Bruttoinlandsprodukt
  4. Exportsubvention
  5. Europäische Zentralbank
  6. Spanische Peseta
  7. Geldtransfer
  8. Luxemburg
  9. Umbrella-Fonds
  10. Rentenpapiere
     
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