Tipps + Tricks per E-Mail
mehr Erfolg mit meineZIELE!






Fit durch Eiweisspulver?

 

Gesünder durch Eiweißpulver?

Unser Körper besteht aus Proteinen, vom Knochen über das Immunsystem bis hin zum Gehirn. Ein höherer Eiweißspiegel, so heißt es, macht uns gesünder und intelligenter. Wenn das so ist, wie sollten wir uns dann verhalten?
 

LangstreckenlaufDer Eiweißspiegel

Der Gehalt an Eiweißstoffen im Blut zählt zu den zahlreichen Blutwerten, die man messen und durch Ernährung oder Sport beeinflussen kann. Normale Werte liegen bei etwa 6,2 bis 8,6. Anzustreben ist die obere Grenze des Normalen.

Der Eiweißspiegel ändert sich sehr langsam. Auch bei sehr eiweißreicher Ernährung dauert es möglicherweise mehr als ein Jahr, bis der gewünschte Wert erreicht ist.
 

Risiken

Eiweißallergien, Eiweißschock, Eiweißspeicherkrankheiten ... Ist zu viel Eiweiß nicht schädlich?

Das Hauptrisiko bei einer hohen Aufnahme von Proteinen, also Eiweiß, liegt in der Quelle. Wer nur mit Fleischzufuhr einen hohen Eiweißwert erreichen möchte, so die Ernährungsexperten, vergiftet sich mit Cholesterin und anderen Stoffen. Hohe Zufuhr von pflanzlichem Eiweiß ist gesund, solange Sie sich nicht einseitig ernähren und die nötige Bewegung dazukommt.

Auch hier gilt: Im Zweifelsfall lieber den Arzt fragen, falls der Verdacht einer Allergie aufkommt. (Echte Eiweißallergien sind aber wohl sehr selten)

Ganz wichtig bei all den angeblichen Gefahren: Möglicherweise vergiftet uns nicht das viele Fleisch, sondern der Bewegungsmangel. Wer dem Körper keinen Anlass gibt, Eiweiß als Muskeln aufzubauen, hat ganz schnell mehr Eiweiß als er braucht.  
 

HähnchenkeulePflanzliche Proteine!

Für viele Menschen ist Eiweiß gleichbedeutend mit Fleisch. Und wenn man es gesund haben möchte, dann eben kein Schweinefleisch, sondern "nur" ein Hähnchen (oder zwei) wie bei Max und Moritz.

Hier gilt einerseits: Wechseln Sie auch bei Fleisch ab. Nicht immer nur Currywurst oder Schweinefilet, sondern auch mal Wildschweinkeule, Hasenpfeffer, Peking-Ente, Hirsch-Gulasch oder Tafelspitz....

Zweitens gilt: Selbstverständlich ist Fleisch nicht der einzig mögliche Eiweißlieferant. Es muss aber auch nicht jeden Tag Soja oder Tofu sein. Eiweiß, das sind Haferflocken, Vollkornbrot, Hülsenfrüchte und vieles andere. Werfen Sie doch mal einen Blick in eine Nährstofftabelle! Da findet jeder genügend wohlschmeckende Eiweißquellen, ohne sich an einem Übermaß von Fleisch "zu vergiften".
 

Eiweißpulver schlucken?

Die Aufnahme von konzentriertem Eiweißpulver wird Sportlern oft empfohlen, bringt aber offenbar nur einen kurzfristigen Effekt. Die Zufuhr fertiger Aminosäuren etc. mag dem Körper willkommen sein, führt aber dazu, dass die körpereigene Synthese erlahmt. Langfristig also genau der falsche Effekt.

Übertreiben Sie also nicht. Essen Sie lieber abwechslungsreich, aber fettarm (auch das ist umstritten) und eiweißreich. Und vor allem Dinge, die Ihnen auch schmecken.

Es ist offenbar möglich, sich monatelang ausschließlich von Fleisch zu ernähren. Schon Darwin (Die Fahrt der Beagle) beschreibt am Beispiel der argentinischen Gauchos einen interessanten Nebeneffekt: Ernährung aus Fleisch ist umso schlechter zu ertragen, je trockener, also fettärmer, das Fleisch ist. Wer sich lange Zeit nur von magerem Fleisch ernährt hat, kann regelrecht Berge von Fett und Öl vertilgen, Mengen und Zusammensetzungen jedenfalls, die uns im Normalfall extrem anwidern würden.
 

Welche Nahrungsmittel?

Wichtige Eiweißlieferanten sind Fleisch, Hülsenfrüchte und Vollkorn-Getreideprodukte. Achten Sie darauf, dass Sie nur wenig Fett zusammen mit Hülsenfrüchten aufnehmen. Der naheliegenden Befürchtung "Jedes Böhnchen macht ein Tönchen" kann man durch den weitgehenden Verzicht auf Fett und Öl beim Verzehr von Hülsenfrüchten weitgehend begegnen.

Nachdem Jahrzehntelang nur Kohlenhydrate gepredigt wurden, befindet sich die Ernährungslehre derzeit in einem Umbruch. Eiweiß und Fett sind wieder "in Mode gekommen".
 

   

Vergessen Sie nie: Jede Art von "artgerechter Ernährung" setzt auch artgerechte Bewegung voraus!

 

Weiter: Gesünder leben mit mehr Fett?