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Was ist wissenschaftlich an Strategie?Quadranten

Modelle und übertragbare Strategien

Hier auf methode.de geht es nicht um die wissenschaftliche Seite der Dinge, sondern um das Methodische, praktisch Anwendbare. Es geht also um Tricks und Methoden, die auf Erfahrungen beruhen. Man stellt fest, dass etwas funktioniert, wiederholt es und findet eine brauchbare Regelmäßigkeit. So ist das auch in der Welt der Strategie.

Es gibt aber natürlich auch eine wissenschaftliche Seite des Themas. Das geht immer dann, wenn in größerem Maßstab Studien durchgeführt werden können. Und im Falle der Strategie gibt es noch eine dritte Seite: Große Beratungsgesellschaften, die mit sehr einfachen Modellen übertragbare strategische Empfehlungen geben wollen. Man schafft ein einfaches Modell und gibt vor, wie auf bestimmte Situationen strategisch günstig zu reagieren wäre.

Klar, dass man solche Modelle so unangreifbare wie möglich und damit auch so einfach wie möglich machen muss. In der Wahrnehmung der Fachwelt ebenso wie der Anwender hat man immerhin eine Aura von Wissenschaftlichkeit für diese Modelle geschaffen.Auch wenn man diese Einschätzung nicht teilen sollte, kann man davon lernen und diese Konzepte auch als Einstiege in eigene Überlegungen ganz praktisch verwenden. Willkommen jedenfalls in der Welt der Normstrategien.
 

Beispiele zu Normstrategien

Diese Normstrategien und die Modelle, auf denen sie beruhen, zählen zum Bekanntesten, was es in der Welt der Strategie kennenzulernen gibt. Viele Menschen kennen als Strategiekonzepte garnichts anderes.

Prominentestes Beispiel und praktisch in jedem Lehrbuch irgendwo vertreten, ist die BCG Matrix. Das ist das Schema mit den Stars, den Fragezeichen, den lahmen Hunden und den Cash Cows des Unternehmens.

Die Konkurrenz von McKinsey brachte das Gleiche in Grün, nämlich mit 3x3 statt 2x2 Schubladen die McKinsey-Matrix auf den Markt.

Ein weiteres Beispiel ist die Ansoff-Matrix. Dort geht es um Expansionsmöglichkeiten auf dem bestehenden Markt oder neuen Märkten mit bestehenden oder mit neuen Produkten.

Auch die SWOT-Analyse oder das Eisenhower-Schema aus dem Zeitmanagement fallen in diese Kategorie der einfachen Modelle mit empfohlenen Verhaltensweisen, Normstrategien eben.

Meine generelle Empfehlung ist: Lernen Sie die wichtigsten Modelle mit Normstrategien kennen. Das hilft beim Mitreden Können und es bietet auch im praktischen Leben interessante Blickwinkel für den Einstieg in eigene Überlegungen.Video Normstrategien
 

Operations Research

Wissenschaftlicher und jedenfalls mit den Mitteln von Mathematik und Ingenieurskunst überprüfbar ist ein Randgebiet der Strategie, das ich hier nicht unterschlagen möchte: Operations Research kommt zum Einsatz, wenn alle relevanten Fakten einer Situation bekannt und mathematisch fassbar sind. Der optimale Weg eines Handlungsreisenden, die optimalen Fahrstrecken und Ladungen für eine LKW-Flotte, die optimale Flächennutzung in einer Produktionshalle und viele mehr.
 

Simulationen

Das Verhalten von Finanzmärkten oder von Wettbewerbern kann in vielen Fällen ebenfalls mit wissenschaftlichen Mitteln angepackt werden. Dazu zählen Simulationen oder die Werkzeuge der Spieltheorie. Sowohl beim Operations Research als auch bei anderen wissenschaftlichen Ansätzen bewegt man sich natürlich ganz schnell außerhalb unseres Leitthemas "Strategie für Selber-Denker"
 

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