Was ist Praktische strategie?


 

Theorie am grünen Tisch?

Strategische Entscheidungen am grünen TischPraktische Strategie klingt wie ein Widerspruch in sich: Strategie ist eigentlich etwas äußerst Theoretisches. Entscheidungen am grünen Tisch, "Spieltheorie" und komplexe Modellrechnungen. Doch sie nützt uns nur etwas, wenn wir sie auch praktisch anwenden. Betrachten wir das Thema Strategie also nicht als einen Elfenbeinturm für akademische Theoretiker. Was macht praktische Strategie aus?


Strategie werden wir immer nur dann anwenden, wenn sie etwas ist, was uns bewusst und wenigstens ein klein wenig vertraut ist. Diese Seiten sollen daher Ihr Bewusstsein wecken.  Es bleibt mehr hängen, wenn wir das mit beeindruckenden Briefmarkenbildern tun und da und dort mit Beispielen aus der Weltgeschichte. Zu Ihrem Strategiebewusstsein trägt das jedenfalls mehr bei als komplexe Denkmodelle für akademische Haarspaltereien. Strategie bewusst zu machen, ist aber nur ein wichtiger Einstieg. Praktische Strategie ist mehr:

Was ist Praktische Strategie?

Strategie kann man durchaus als eine Art Handwerk sehen. Zur Praktischen Strategie wird sie durch 4 Punkte:

1. Anwendbarkeit

Es ist natürlich keine Praktische Strategie, zu wissen wie die Schlacht bei Waterloo gewonnen wurde. Das gehört zum "Bewusstsein bilden" und zum Verständnis von grundlegenden Strategieprinzipien. Aber bei jeder Art von Geschäftsstrategie gehört der Schwerpunkt auf Dinge, die Sie auch wirklich anwenden können. Es gibt sogar so etwas wie "Strategie-Methoden" und Vorgehensweisen, die man nach Rezept abarbeiten kann. Auch im Bereich der "Controlling-Instrumente" gibt es durchaus Methoden, die mehr leisten, also dem "sich ständig absichern" und der Schaumschlägerei zu dienen. Zur Anwendbarkeit gehört aber auch die "passende Schuhgröße", dass wir also nicht die Führungsmodelle von Weltkonzernen in den Vordergrund stellen, sondern praktische Fragen, die auch ein Uhrmacher oder eine kleine Spedition haben könnte.

2. Gesunder Menschenverstand

Eine strategische Überlegung ist natürlich nur praktisch, wenn sie zugänglich ist. Der gesunde Menschenverstand sollte reichen. Was komplexe mathematische Modelle erfordert, sollte man erst anpacken, wenn alles Andere ausgeschöpft ist. Was eine Stabsabteilung für strategische Planung braucht, wird dem Zimmereibetrieb nichts nutzen. Dicke Bücher und komplexe Berechnungen haben ihre Berechtigung. Aber die einfachen Dinge sollten wir zuerst angehen.

Strategie muss man überzeugend weitergeben können3. Erklären, weitergeben, überzeugen

Eine Strategie, die schlau und erfolgversprechend ist, die aber keiner versteht, ist auch nicht praktisch. Zur praktischen Strategie gehören deshalb die nötigen Werkzeuge zum Vermitteln und Erklären. Visualisierung, also so etwas wie "Strategie-Diagramme" sind ein wichtiger Teil der Strategie, ganz einfach weil die Gedanken dahinter für sich alleine viel zu trocken sind. Einen Engpass kann man oftmals so wenig erzählen wie einen Sonnenaufgang in Afrika. Das muss man sehen.

4. Handeln

Praktische Strategie heißt natürlich auch, dass sie zu praktischen Ergebnissen führt. Nicht nur in einem "praktischen Diagramm", sondern draußen in der Werkhalle, auf dem Markt und im Geldbeutel. Strategische Erkenntnisse muss man anpacken. Sonst sind sie wertlos. Deshalb ist in unserem Strategiesystem meineSTRATEGIE der schlagkräftige Organizer meineZIELE nahtlos integriert.

Was ist praktisches Strategie-Wissen?

Praktisch ist nur das Wissen, das uns hilft, zu Handeln, konkrete Strategien und konkrete Zugänge zu finden. Das sind im Wesentlichen drei Punkte:

1. Strategie-Bewusstsein

Immer wieder an Strategie denken. Sich bewusst zu sein, dass Strategie wichtig ist. Ein paar Grundprinzipien verstanden und verinnerlicht haben. Fragen nach Engpässen und Hebelwirkungen überhaupt stellen. Das ist eine wichtige Grundlage. Nutzen Sie zur Bewusstseins-Schärfung die Rundgänge auf diesen Info-Seiten.

2. Strategie-Methoden kennen

Es ist wichtig, ein paar konkrete Instrumente so gut zu kennen, dass man sie praktisch anwenden kann. Beispiele finden Sie hier auf methode.de oder im mZ Strategiebuch.

3. Zugangs-Wissen

Das Knowhow, an sinnvollen Stellen in strategische Überlegungen einzusteigen. Strategie beginnt nicht im Lehrbuch, sondern in Ihrem konkreten Unternehmen. Welche Blickwinkel nimmt man ein? Wie könnte man sonst noch über Strategie nachdenken?

Praktisches Strategie-Werkzeug

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