Wie macht man Mitarbeiter produktiver?

Die Leistung der Mitarbeiter gezielt verbessern

Wie macht man seine Mitarbeiter produktiver?

Es gibt im Grunde nur wenige Stellschrauben, mit denen man sein Personal produktiver machen kann. Das sind die Ausbildung, die Fitness, die Arbeitsmethodik, die Ausstattung des Arbeitsplatzes und die Motivation. Es lohnt sich, alle diese Bereiche zu nutzen.

Wo also sind die wirkungsvollsten Ansatzpunkte?

Aus- und Weiterbildung

Eine optimale laufende Fortbildung von Mitarbeitern sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aus Angst, kostspielig ausgebildete Mitarbeiter könnten dann zur Konkurrenz wechseln, sollte man jedenfalls nicht jahrelang mit schlecht ausgebildeten Leuten unproduktiv arbeiten.

Verschaffen Sie sich eine Übersicht, welches zusätzliche Können jedes Einzelnen die Mitarbeiterproduktivität steigern könnte. Das sollte auch in Mitarbeitergesprächen thematisiert werden. Weiterbildung ist eine typische Win-Win-Situation. Sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber profitieren und auch die Motivationswirkung ist oft beträchtlich.

Motivation

Wer motiviert ist, leistet mehr und das Arsenal der Motivationsmethoden umfasst natürlich weit mehr als nur Zuckerbrot und Peitsche.

Menschen mögen andererseits auch keine plumpen, durchschaubaren Anreize. Wer seine Arbeit nicht gerne tut, ist weder mit Geld noch mit Ansprache dauerhaft motivierbar.

Bitte lesen Sie mehr über Tipps und Tricks zu Motivationsmethoden.

Les Misérables

Materielle Zuwendungen

Eines der großartigsten Werke der Weltliteratur, "Les Misérables" von Victor Hugo, erzählt, wie das ganze Leben des Jean Valjean auf die rechte Bahn gelenkt wird. Ein Bischof gibt zwei silberne Leuchter dem Diebesgut hinzu, mit dem Valjean eigentlich hatte entfliehen wollen. "Das ist nicht umsonst, das verpflichtet Dich, ein guter Mensch zu werden ...". Das motivierende Geschenk wirkt für den Rest seines Lebens.

Im wirklichen Leben wirken materielle Zuwendungen nur sehr kurze Zeit. Prämien werden vergessen, Gehaltserhöhungen werden zur Selbstverständlichkeit. Bei allem, was zur Gewohnheit wird, ist die Motivation dahin.

Zuwendungen, die nicht nur belohnen, sondern befähigen, wirken am besten. Sparen Sie deshalb nicht an der Weiterbildung.

Fitness

Wer fit und gesund ist, leistet mehr und fällt seltener aus. Als Arbeitgeber hat man zwei Ansatzpunkte:

  • Man kann die Fitness der Mitarbeiter fördern: Ein kostenloses Fitness-Studio im Unternehmen, die Unterstützung von Betriebsmannschaften, gesundes Essen in der Kantine oder ein Zuschuss für die Fahrt zur Arbeit mit E-Bike statt Auto
  • Der zweite Ansatz ist: Dafür sorgen, dass der Mitarbeiter nicht krank wird. Top Arbeitssicherheit mag selbstverständlich sein, aber ein top Schutz gegen psychische Belastungen, Überforderung, Frust und Burnout ist es leider nicht. Wer es schafft, Sinn, Geborgenheitsgefühl und Arbeitsfreude zu fördern, hat gesündere Mitarbeiter. Es gibt auch da übrigens nicht nur die menschliche Seite, sondern auch arbeitsmethodische Hilfsmittel zur psychischen Entlastung

Arbeitsmethodik

Menschen, die in Ihrer Zeitplanung nicht den Tag optimal vollstopfen, sondern Ziele anstreben und bessere Prioritäten setzen, sind deutlich produktiver. Das gilt umso mehr, je höher der Managementanteil an den Aufgaben des Mitarbeiters ist.

Die wichtigsten arbeitsmethodischen Fähigkeiten sind:

  • Sich auf Ziele statt Kalender ausrichten können
  • Ziele systematisch bis auf ausführbare Aufgaben strukturieren können
  • Prioritäten setzen sicher beherrschen
  • Lebende Dokumente nach dem Prinzip der "Chaotischen Ablage" verwalten können

Allerdings machen sich auch bei reiner Sacharbeit Dinge wie "nichts mehr vergessen" oder verringerter Suchaufwand und weniger Ablenkungen bei der Produktivität massiv bemerkbar.

Im Umfeld der Arbeits- und Erfolgsmethoden gibt es einen schmalen Grat zwischen den genannten Fähigkeiten, die man als Arbeitgeber ein Stück weit einfordern kann und Fähigkeiten, die ein Mitarbeiter nur erwirbt, wenn sein Eigeninteresse geweckt wird. Viele der Themen hier auf methode.de fallen in diese zweite Kategorie, insbesondere im Bereich Denkmethoden. Hier empfehlen sich einfach Hinweise in Form von Tipps beim Mitarbeitergespräch.

Ziele

Zielvereinbarungen und auf Zielerreichung bezogene Prämien spielen eine besondere Rolle bei der Steigerung der Mitarbeiterproduktivität. Der wichtigste Grund dafür ist die scheinbare Einfachheit, mit der man Mitarbeiterziele einführen kann. Ziele sind aber mehr als nur ein paar Zahlenwerte für das Jahresende. Es gibt sehr verschiedene Arten von Zielen. Bei der Zielvereinbarung kann man einige falsch machen.

Es genügt nicht, einfach Anweisungen als Ziele zu tarnen. Produktiver wird der Mitarbeiter erst, wenn man ihn ganz gezielt auch befähigt, das jeweilige Ziel zu erreichen.

Produktivität im Team

Ein Mitarbeiter kann nicht nur produktiver werden als Einzelner, sondern auch als Teil eines Teams. Zu den besten bekannten Methoden zählt dort das "Radar für Teams" nach dem früheren Siemens-Manager Helmut Clemm.

veralteter PC am Arbeitsplatz

 

Ausstattung

Für einen Mitarbeiter ist es frustrierend, wenn ihm die bestmöglichen Arbeitsmittel vorenthalten werden. Ein Handwerker weiß genau, ob seine Bohrmaschine etwas taugt oder ob es eine bessere gäbe.

Doch manchmal weiß der Mitarbeiter tatsächlich nicht, dass bessere Werkzeuge verfügbar wären, insbesondere bei Werkzeugen, die man nicht anfassen kann. Die neueste Technik oder Produktivitätstools wie meineZIELE kennt er vielleicht überhaupt nicht. Deshalb sollte der Arbeitgeber auch bei den Produktivitätswerkzeugen den Mitarbeiter informieren und Vorschläge machen. Aufzwingen sollte man Produktivitätstools allerdings nicht, da hier in der menschlichen Psyche eine Art "selbst entdecken wollen" fest verankert ist.

Störungen des Arbeitsablaufs

Die Bekämpfung von Zeitdieben, Unterbrechungen und Störungen ist eigentlich Teil der persönlichen Arbeitsmethodik. Doch Vieles davon fällt auch in die Verantwortung des Arbeitgebers. Temperatur, Licht und Lärm kann der Arbeitgeber beeinflussen und dadurch auch messbar die Produktivität und die Fehlerquote.

Es ist empfehlenswert, Störungen nicht nur unter dem Gesichtspunkt von Sauberkeit und Ordnung zu sehen, denn das führt bestenfalls nur zur Pflege der Äußerlichkeiten.

Mehr über die Bekämpfung von Zeiträubern.

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