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Trainingsprogramm "Akzeptanz": Ideen durchsetzen, Menschen überzeugen - 1. Tag


Erfolg im Umgang mit Menschen - Tag 1

Erfolg multipliziert sich aus Sachbeiträgen und Akzeptanz Ihrer Person.

Johann Wolfgang von GoetheNur wer seine Leistung, seine Ideen und Projekte "verkaufen" kann, wer es versteht, sich verständlich zu machen, wer als Person Vertrauen findet, wird auf Dauer Erfolg haben.

Nicht nur Personen, sondern auch Ideen und Vorschläge brauchen Akzeptanz. "Jede große Idee, sobald sie in Erscheinung tritt", sagt schon Goethe, "wirkt tyrannisch". Jeder Vorschlag weckt Misstrauen. Jeder Erfolg setzt Überzeugungskraft voraus.

Dieses Methodentraining wird daher eine Reihe von (sehr verschiedenen) Aspekten aufgreifen, die methodisch zu diesem Bereich "Akzeptanz für Person und Idee" beitragen.

  • Überzeugender auftreten
  • Treffender formulieren
  • Leichter Kontakt finden
  • Sich Namen leichter merken
  • Klarer sprechen
  • Aktiv zuhören
  • ...

Dieses Training bringt innerhalb von 12 Tagen eine große Vielzahl von Anstößen für Veränderungen. Manche Themen haben fast den Charakter einer Checkliste. Sie können deshalb nicht alles im ersten Durchgang verwirklichen. Das Training ist daher auf mehrmalige Wiederholung ausgelegt.

  

1. Ihre Wirkung durch Äußerlichkeiten

Des Kaisers neue Kleider Kleider machen Leute. Das gilt auch, wenn Sie sich und Ihre Ideen und Erfolge präsentieren. Kleidung war über Jahrtausende ein einzigartiges Statussymbol. Nicht nur des Kaisers neue Kleider. Vermutlich wird es noch lange so bleiben.

Sowohl beim Kontakt auf den ersten Blick als auch beim prägenden Erscheinungsbild über viele Jahre hinweg kommt es auf Ihre Kleidung an. Wer jahrein, jahraus im eleganten Anzug auftritt, gilt mehr, verdient mehr, ist erfolgreicher, als eine "schlechter" gekleidete Person mit vergleichbaren Fähigkeiten.

AufgabeAufgabe: Machen Sie sich heute 4 Minuten lang Gedanken über Ihre Kleidung in Beruf und Freizeit. Verhilft sie Ihnen zu einem optimalen äußeren Eindruck? Was könnte besser werden? Machen Sie sich dazu ein paar Notizen (mindestens 5 Stichworte). Morgen geht es weiter.

  

2. Ihre Wirkung durch "Persönlichkeit"

Auch der "Persönlichkeit" gilt zunächst der Blick in den Spiegel. Was denken andere von Ihnen? Wie wird über Sie geredet? Wie werden Sie als Mensch wahrgenommen? Der kleine Dicke, der an allem ein Haar in der Suppe findet? Der aalglatte Typ, der für seine Karriere über Leichen geht? Die aufgetakelte Blondine, die ihre Karriere ihren langen Beinen verdankt?

SpiegelSie sind erfolgreicher, wenn Sie als Person akzeptiert werden, wenn man Ihnen vertraut, Ihnen etwas zutraut, wenn man Respekt vor Ihnen hat.

Viel zu oft zählt nicht was wir sagen, sondern wie wir es sagen. Es ist leicht, darüber zu klagen, wie Blender und Schwätzer durch gekonntes und freches Auftreten die dümmsten Ideen durchsetzen und Karriere machen, während sorgfältiges Abwägen, genaue Sachkenntnis und das Bemühen um optimale Lösungen zu Karrierehindernissen werden. Klagen Sie nicht! Tun Sie etwas.

Viele Aspekte der Persönlichkeit kann man verändern, vortäuschen oder geschickt überspielen.

Der Blick in den Spiegel reicht nicht. Sie sind nicht die Person im Spiegel. Diese Person posiert für Sie. So wirken Sie sonst nicht. Wie Sie wirken, können Sie nur von anderen Menschen erfahren.

AufgabeAufgabe: Bitte denken Sie gründlich nach: Überlegen Sie, wie Sie sich selbst charakterisieren würden. Notieren Sie Ihre 12 wichtigsten Eigenschaften auf einem Blatt Papier. Nehmen Sie sich Zeit. Notieren Sie dann, welche Eigenschaften Ihnen schon genützt und welche Ihnen geschadet haben. Notieren Sie, was Sie gerne verbessern würden.

Leo Tolstoi
3. Ihr Umgang mit Menschen

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Akzeptanz Ihrer Person hängt davon ab, wie Sie mit den Menschen umgehen, wie Sie Kontakt aufnehmen, wie Sie Menschen behandeln, mit ihnen sprechen.
 

"Man kann ohne Liebe Holz spalten, Ziegel formen, Eisen schmieden, aber mit Menschen darf man nicht ohne Liebe umgehen. Zwar kann man sich nicht zur Liebe zwingen, wie man sich zur Arbeit zwingen kann, aber daraus folgt nicht, dass man mit den Menschen ohne Liebe umgehen darf. Wenn du keine Liebe zu den Menschen empfindest, so halte dich fern, beschäftige dich mit dir selbst oder mit irgendwelchen Sachen; aber nicht mit Menschen."

Graf Leo Nikolajewitsch Tolstoi, 1828-1908
 

Der Umgang mit Menschen ist Bewusstseinssache. Wir alle machen Fehler und merken es nicht. "Selbstverständich bin ich freundlich!", denkt fast jeder. Und genau deshalb muss unser Augenmerk auch Dingen gelten, die auf den ersten Blick "oberflächlich" sind.

 

 

Beispiel:

Dale Carnegie steht mit seinem Klassiker "Wie man Freunde gewinnt" im Ruf der Oberflächlichkeit. Wirkliche Freunde gewinnt man natürlich nicht durch Tipps aus Büchern. Aber Carnegies Buch ist hervorragend geeignet, die einfachen Dinge ins Bewußtsein zu rufen: Wie gewinne ich Kontakt? Wie mache ich Eindruck? Wie werde ich akzeptiert? Wie komme ich an? Dafür ist das Buch auch nach Jahrzehnten keineswegs veraltet.

Arthur Schopenhauer



"Höflichkeit ist wie ein Luftkissen;
es mag wohl nichts drin sein,
aber es mildert die Stöße des Lebens"

Arthur Schopenhauer

 


Freundlichkeit, Kontakt finden, Vertrauen vermitteln, überzeugen und führen kann man lernen. Den Umgang mit Menschen kann man verbessern. Man lernt es aber nur, wenn man sich darüber klar wird, daß man selbst noch nicht perfekt ist. Das ist der erste und wichtigste Schritt: Machen Sie sich klar, dass Sie im Umgang mit Menschen noch dazulernen können.

 

 


 

Auf einer Baustelle bekommt man (selbst als Chef) gesagt, was dem andern nicht passt. Noch dazu kaum freundlicher als unbedingt nötig. Und erstaunlicherweise klappt das Zusammenleben. BaustelleEine halbe Stunde nach hässlichen Schimpfworten kann man die Bauarbeiter friedlich nebeneinander beim Vesper sitzen sehen.

Im Büro klappt das nicht. Manche Streitfälle sorgen noch nach Jahren für schlechte Stimmung. Und dem Chef sagt man allenfalls die Meinung zu Sachthemen. Die scheußliche Krawatte des Kollegen, sein Mundgeruch, seine Umgangsformen und die Schwachpunkte seines Charakters sind Tabuthemen. Die Rückmeldung ist auch bei Mängeln positiv. Veränderungen gehen in die falsche Richtung. In Umgebungen mit großer vordergründiger Freundlichkeit verlieren Menschen den Blick für eigene Schwächen und eigenes Fehlverhalten.
Vor allem Führungskräfte erfahren selten genau und direkt, wie sie wirken. Das Feedback ist gefärbt. Macht kann den Charakter gründlich verderben. Gerade für Führungskräfte gilt es, den Umgang mit Menschen immer neu zu lernen.

 

4. Ihre Stimme

An der Überzeugungsarbeit sind Sachargumente nur zu 10 % beteiligt. Der Rest ist Ihre Person. Ihre persönliche Akzeptanz. Das ist der Gegenstand dieses Trainings. Ihr Auftreten, Ihre Körpersprache und viele "Nebensächlichkeiten" spielen die Hauptrolle. Diese Tatsache gefällt niemandem, der gute Argumente hat. Aber die Folgerung ist klar: Nicht noch mehr und noch bessere Argumente, sondern besseres Auftreten, sichere Stimme, aufrechte Haltung und perfekte Optik sind gefragt.

Wäre es nicht schön, kraftvoll, sicher und deutlich sprechen zu können?

Ihre Stimme ist ein Karrierefaktor. Es lohnt sich, die Stimme zu trainieren. Die Übungen, die Sie während unseres kurzen Trainings durchführen, können allerdings nur ein Anfang sein. Um Fehler zu vermeiden und ein perfektes Ergebnis zu erzielen, benötigen Sie ein gutes Trainingsbuch mit Hörbeispielen auf CD. Hier ist "Die Macht der Stimme" erste Wahl.

Beginnen wir mit dem Kräftigung Ihrer Stimme. Dazu sollten Sie an einem ungestörten Ort und zu einem ungestörten Zeitpunkt klares, kräftiges Sprechen oder auch Singen üben. Besonders geeignet ist die Zeit, die Sie im Auto verbringen (Vorsicht! Die Konzentration auf den Verkehr geht vor!) Singen kann man nicht nur in der Badewanne! Singen Sie!

Beachten Sie aber auch, was Sie mitsingen. Modische Musik wird meist weit mehr von Show und Spezialeffekten getragen als gesanglichem Können. Besser geeignet sind alte Heimat- und Wanderlieder.

AufgabeAufgabe:  Widmen Sie sich ein Weilchen Ihrer Stimme. Sprechen Sie und achten Sie darauf, wie Sie klingen. Sprechen Sie auf Band, z.B. auf Ihren Anrufbeantworter, und denken Sie nach: Wie klingt meine Stimme? Bin ich zufrieden mit diesem Klang? Wie möchte ich klingen?

AufgabeAufgabe:  Bitte sprechen Sie während dieses Trainings täglich ein Gedicht oder eine erdachte Rede oder singen Sie ein Lied. Achten Sie auf klaren Ausdruck und saubere Aussprache.

 

5. Ihre Argumentation: Was sagen Sie?

FlipchartSie haben das Wort. Sie haben die Chance, Ihre Idee, Ihr Projekt, Ihr Produkt vorzustellen. Was machen Sie daraus?

Früher Folienschlachten, heute Powerpoint-Schlachten: Der Vortragende präsentiert Dias in schneller Folge. Nur selten schaut er ins Publikum. Auf jedem Bild ein mäßig witziges und auch mäßig passendes Clip-Art aus einer Sammlung. Dazu drei, vier Stichwörter. Der gesprochene Vortrag dazu: Aus den Stichworten werden zügig halbwegs vollständige Sätze gemacht.

So überzeugen Sie nicht. So langweilen Sie.

Egal, ob Sie Ihre Ideen, Ihre Erfolge, Ihre Tätigkeit, Ihre Firma oder Ihr Projekt darstellen, Sie tun es nicht für sich. Sie tun es, um eine Wirkung zu erzielen. Sie möchten, daß Ihre Zuhörer Ihre Information aufnehmen, lernen, gutheißen.

Wie das geht, kann man lernen. Hier jedoch finden Sie nur ein paar wichtige Grundgedanken und Tricks. Immer unter dem Gesichtspunkt: Wie präsentiere ich eine Idee so, dass sie angenommen wird? Wie erhalte ich Akzeptanz?
 

Ihre BotschaftBotschaft

Was soll bei Ihrem Zuhörer hängenbleiben? Doch nicht etwa 25 Powerpoint Slides voller Stichworte? Glauben Sie mir, ich habe schon viele äußerlich perfekte Präsentationen erlebt, bei denen ich mich ernsthaft fragen mußte: Was will der oder die da vorne eigentlich sagen?

Der wichtigste Punkt Ihrer Präsentation, in welcher Form auch immer, ist die Vermittlung der wichtigsten Botschaft. Gut, wenn Sie selbst wissen, wie diese Botschaft heißen soll. Die wichtigste Botschaft besteht aus nur einer einzigen Aussage. ("Das neue Produkt der Firma xy ist klasse!", "Müllers Projekt ist im Zeitplan", "Die Firma ABC ist groß, kapitalstark und innovativ!", "Dr. Schmidt hat hervorragende Arbeit geleistet!", "Chef, ich will ein höheres Gehalt!" ...)

Ihre wichtigste Aufgabe ist daher zunächst, sich klarzuwerden, wie Ihre Botschaft lautet. Dann erst sollten Sie sich klarmachen, auf welchem Weg Sie diese Botschaft in die Köpfe Ihrer Zuhörer bekommen.
 

AufgabeAufgabe: Bitte rufen Sie sich einige eigene oder fremde Präsentationen (im weitesten Sinne) ins Gedächtnis und überlegen Sie: Was war die entscheidende Botschaft? Und was ist angekommen?

AufgabeAufgabe: Bitte überlegen Sie sich eine Idee, die Sie bei der nächsten Abteilungsbesprechung vortragen möchten. Benutzen Sie diese in den Folgetagen, um damit zu üben und das Gelesene an einem konkreten Beispiel festzumachen.

 signalisieren

Ihre Präsentation: Wie sagen Sie es?

Eine Präsentation ist mehr als nur das Übermitteln einer Information. Dann könnten Sie ja gleich mit dem Flaggen-Alphabet der Pfadfinder vortragen. Eine Präsentation ist eine Show. Sie soll Emotionen transportieren, die Zuhörer faszinieren und überzeugen.

Halt!

Das mit der Show war Ihnen wohl schon vorher klar. Aber bevor Sie "präsentieren", Ihre Powerpoint-Bilder zeigen, Overhead- und Dia-Projektor in Gang setzen und so weiter, sollten Sie einen Moment innehalten. Die Technik und die Show sind sehr wichtig und Sie sollten beides perfekt beherrschen. Aber: Wollen Sie Akzeptanz für Ihren Umgang mit Powerpoint? Oder wollen Sie Akzeptanz für Ihre Idee und für sich selbst, Akzeptanz für Sie als Person? Projektor

Wenn Sie im Dunkeln stehen und Ihre Bilder im Licht des Projektors erstrahlen, dann haben Sie bereits ein Stück verloren. Sie finden keinen Kontakt zum Publikum, das Publikum findet keinen Kontakt zu Ihnen. Sie sind dann nicht Person, sondern Bestandteil einer Show. Oder denken Sie an die Besprechungsrunden, bei denen alle brav Ihre Notebooks zusammenschalten und jeder vor sich auf seine bunten Charts starrt: Wie soll da ein Teamgefühl entstehen? Wie soll sich Ihre Idee überhaupt mit Ihnen verknüpfen. Wenn Sie nicht als Person in den Mittelpunkt treten, sind Sie nicht wichtig!

Deshalb die dringende Empfehlung: Beginnen Sie Ihren Vortrag, wenn irgend möglich, bei voller Beleuchtung und ohne eingeblendetes Bild. Beginnen Sie mit einer Begrüßung, bei der Sie selbst in vollem Licht stehen, bei der Sie als Person wahrgenommen werden können. Sagen Sie ein paar einleitende Worte. Dann darf selbstverständlich die Dia-Show beginnen.

Es ist sinnvoll, nach ein paar Minuten erneut den Kontakt zum Publikum zu suchen, ohne Bildbegleitung wieder als Person in den Mittelpunkt zu treten. Nutzen Sie eine solche Gelegenheit z.B. für eine Zwischenbilanz und ein paar rhetorische Fragen. Dann darf die Folienschlacht weitergehen ...


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