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Mitarbeiter motivieren

Motivation durch AnsporinenMitarbeiter motivieren

Wer motiviert ist, leistet mehr.  In Denkberufen sogar ein Vielfaches.
Wie also motiviert man seine Mitarbeiter?
 

Warum Motivation?

Ein Mensch arbeitet nicht automatisch mehr, nur weil er mehr verdient. Oder weil man ihm einmal jährlich zur Weihnachtsfeier einen warmen Händedruck gönnt. Anspornen, also die Sporen geben, mag etwas für Pferde sein. Menschen anzutreiben, wirkt nur sehr kurzfristig. Über kurz oder lang sind die Mitarbeiter weg.

Andererseits liegt die Arbeitsleistung motivierter Menschen deutlich höher als bei gleichgültigen oder gar bei frustierten, innerlich schon gekündigten Mitarbeitern. Motivation ist etwas wertvolles. Schon bei Hilfskräften kommt man auf Unterschiede von 40 % und mehr. Bei geistigen Berufen, Konstrukteuren, Programmierern oder "Kontakt"-Berufen wie Verkäufern etc, liegt der Unterschied oft noch höher. In Verbindung mit anderen Phänomenen können Leistungsunterschiede um den Faktor 10 (!) auftreten (siehe z.B. auch Superprogramming).

Es lohnt sich also, diese Leistungsreserven seiner Mitarbeiter auszuschöpfen.

Fehlendes Selbstvertrauen und fehlende Anforderung reduzieren nicht nur die Motivation, sondern erzeugen einen Trainingsrückstand im Denken. Siehe "Umkehrung des Blondinen-Effekts"
 

Motivation: Tom Sawyer lässt den Gartenzaun streichenWer Andere geschickt motivierten kann, ist im Vorteil. Vielleicht kennen Sie das berühmte Beispiel aus der Feder von Mark Twain: Tom Sawyer hatte sich an Tante Polly´s Marmelade vergriffen und musste zur Strafe den Gartenzaun streichen. Er schaffte es aber, diese Arbeit als etwa so Wunderbares darzustellen, dass die anderen Jungs aus der Straße Schlange standen, um auch ein Stück Zaun streichen zu dürfen und noch dazu mit irgendwelchen Naturalien und Spielzeug dafür bezahlten. Besser kann man nicht motivieren.

Toms Trick war, die Arbei als ein einmaliges, interessantes Vergnügen vorzumachen. So weckte er den Wunsch der anderen Kinder, ebenfalls in diesen Genuss zu kommen.
 

Motivieren wollen!

Motivation von Mitarbeitern ist nicht immer leicht. Und doch ist der wichtigste Schritt ein ganz anderer: Das Wichtigste ist, überhaupt motivieren zu wollen. Viele langjährige Führungskräfte bauen gar unbewusst ein Weltbild auf, in dem sie, krass ausgedrückt, zu den Herren zählen und die Mitarbeiter zu den Sklaven. In einem solchen Weltbild ist für Motivation gar kein Platz. Ziele im Auge behaltenViele Menschen sind sich gar nicht, zumindest nicht mehr, bewusst, dass sie Mitarbeiter motivieren sollten. Motivation darf keine Glückssache sein. Wer Mitarbeiter motivieren will, der findet auch einen Weg.

Motivation durch Ziele

Wenn ich meinen Kindern ankündige "Wir gehen spazieren!", ertönt ein lautes Murren und es wird schwierig, überhaupt aus dem Haus zu kommen. Benenne ich aber ein attraktives Ziel, eine Burgruine, ein interessantes Museum oder eine Gastwirtschaft, dann kann ich sogar mit Jubelschreien rechnen. Selbst der Kleinste kann plötzlich kilometerweit gehen. Erwachsene sind nicht anders.

Die Kunst der Motivation besteht also nicht darin, Befehle zu geben, sondern möglichst starke Ziele.

Beachten Sie: Ziele müssen richtig dosiert werden. Benutzen Sie auch für zielorientierte Führung ein hierarchisches Gliederungssystem wie meineZIELE.

Erledigtes bewusst streichen:
Genießen Sie den Moment, wenn eine Aufgabe erledigt ist.
Streichen Sie Aufgaben bewusst durch. Das gibt  Energie
und motiviert, sich der nächsten Herausforderung zu stellen.
 

Motivation durch Köderaufgaben

Es gilt also, seine Mitarbeiter durch möglichst hochgesteckte, herausfordernde Ziele zu motivieren. Je weniger interessante Aufgaben jemand zu erledigen hat, desto frustierter wird er mit der Zeit. Vergleichen Sie auch mit der Lernmethode "Köderaufgaben".

Begleiten Sie niemals eine umfangreiche, unbeliebte, einfache Aufgabe mit dem Spruch "Das ist doch eine Herausforderung für Sie! Das können Sie doch!". Das führt zu Frust statt Motivation.
 

TaktstockWie befiehlt man?

 

Außerhalb militärischer Strukturen hört man nicht gerne Befehle. Auch wenn Sie getarnt daherkommen: "Ich wünsche mir ...", "Wären Sie so freundlich ...". Viele formulieren so und knirschen dabei mit den Zähnen ... Aber selbst wenn die Körpersprache stimmt: Die Aussage ist die gleiche, es handelt sich um Befehle und Befehle motivieren nur für begrenzte Dauer, wenn überhaupt.

Ein freier Mensch tut nur das gern, was er selbst gerne will. Die ideale Form, einen Befehl zu erteilen, ist den Mitarbeiter um Vorschläge zu bitten: "Was schlagen Sie vor?". Der Mitarbeiter, der mit einbezogen wird, der am Ende seine eigenen Vorschläge ausführt, oder wenigstens das Gefühl hat, das wäre so, leistet mehr. Er identifiziert sich mit seinen Ideen.
 

Motivation im TeamMotivieren durch Clevere Teamentwicklung

Menschen bringen natürlich ein stärkeres Commitment mit sich, wenn sie selbst sich für eine bestimmte Aufgabe oder ein bestimmtes Ziel entschieden haben. Und auch Bewertungen wie "Ist es denn im letzten Monat besser geworden mit der Akzeptanz von Ideen?" werden ernster genommen, wenn die einzelnen Teammitglieder selbst an der Anwort (und natürlich an der Lösung) mitwirken. Menschen motivieren heißt Menschen beteiligen.

Aber wer will schon von 12 Mitarbeitern jeweils 21 Erfolgsfaktoren des Teams bewerten lassen? Und das ganze auswerten? Und verständlich darstellen? Und dann auch noch zur Motivation nutzen?

Sie werden sich vielleicht wundern: Das geht. Mit dem richtigen Werkzeug sogar richtig schnell und wirksam. Während der Siemens-Manager und Arbeitsmethodik-Experte Helmut Clemm noch mit Foliendiagrammen Pionierarbeit leistete, gibt es heute Software, die seine Radar-Methode mit einem eingebauten Voting-System geradezu blitzschnell umsetzt.
 

Motivieren Sie Vorgesetzte!

Vorgesetzte, die, vielleicht in ihren letzten Berufsjahren, nicht mehr voll motiviert auf Neues zugehen, können dem Unternehmen und auch Ihnen selbst erheblich schaden. Es entsteht nicht nur mehr Arbeit, sondern auch mehr Erfolg, wenn der Chef entscheidungsfreudig und motiviert ist.

Da helfen manchmal schon ganz plumpe Manipulationsversuche. Zum Beispiel hat es eigentlich niemand gern, wenn Vorgesetzte seine Ideen als die eigenen ausgeben. Aber manchmal ist es ganz nützlich, genau das anzustreben. "Sie hatten doch letztes Jahr schon einmal angedacht ...", "Ich würde gerne auf Ihre Idee xy zurückkommen ..." Das hilft Ihnen, Dingen eine gewünschte Richtung zu geben, die außerhalb Ihres legitimen Einflussbereichs liegen. Es hilft aber auch, Vorgesetzte zum motivieren, bei denen "die Luft raus ist".  Der Wunsch nach Anerkennung bleibt bestehen. Wenn der Chef merkt, dass er mit schnelleren Entscheidungen Anerkennung und Respekt ernten kann, wird er schneller entscheiden. Solche Motivationsmethoden wirken auch, wenn es um den Chef geht.Bowling

 

Motivieren mit gemeinsamem Sport

Den Zusammenhalt im Team stärken natürlich auch gemeinsam erlebte Sportereignisse. Egal, ob Sie zusammen den örtlichen Sportverein anfeuern oder  ein Bowling-Turnier bestreiten. Auch regelmäßige sportliche Aktivitäten stärken und motivieren das Team, sogar während des Arbeitsalltags. Ein Fitnessraum, in manchen Unternehmen einschließlich Trainer, motiviert den Einzelnen. Teams motiviert man mit einfachem Teamsport. Nicht ohne Grund stehen in nahezu jeder Werbeagentur Kicker-, Billiardtische oder sogar Tischtennisplatten für die Teams bereit. Das Spiel zwischendurch macht den Kopf frei, fördert das Teambewusstsein und bringt den Kreislauf und das Gehirn in Schwung.
 

Wie belohnt man?

Es stehen nicht immer die finanziellen Mittel für uferlose Belohnungen bereit. Außerdem gibt es viele Menschen, deren Motivation durch Geld nur Goldmünzewenig zunimmt. Manchmal fördert Geld nur Einbildung und Gier und schmälert sogar die Einsatzbereitschaft.

 

Menschen wollen Anerkennung und Beachtung. Loben Sie Ihre Mitarbeiter, wenn ein Lob verdient ist. Versuchen Sie dabei aber die Individualität der Menschen zu beachten. Vielen bedeutet es die größte Anerkennung, wenn sie einfach mehr verantwortungsvolle, schwierige Aufgaben bekommen und so weiter. Lob muss auch nicht immer ausgesprochen werden. Ein neuer Schreibtisch ist preiswerter als eine Gehaltserhöhung, kann aber das Selbstwertgefühl und das Prestige eines Mitarbeiters deutlich beflügeln.

Belohnen Sie so gezielt wie möglich! Informieren Sie sich (unauffällig) über Hobbies, Sport, Familie, Hausbau, andere Aktivitäten Ihrer Mitarbeiter. Dann können Sie mit einem preiswerten, aber gezielten Geschenk, einem erstklassigen Schläger für den Tischtennisspieler, einer Wasserwaage für den angehenden Bauherren oder einem guten Spielzeug für das Töchterchen (das den Vater wegen Überstunden entbehren muss) weit mehr Freude bereiten als mit einer immer noch dickeren Prämie. Übertreiben Sie aber auch nicht: Wenn Sie die bisher übliche Prämie deswegen kürzen, ist der Effekt weg!

Geschenk

Und wenn schon ein neuer Schreibtisch, ein neuer Dienstwagen, ein neues Notebook, Handy ...: Lassen Sie die Mitarbeiter mit auswählen. Auswählen dürfen ist selbst wieder ein Stück Motivation. Wer nur zugeteilt bekommt, empfindet das gleiche wie bei einem Befehl. Und missgönnen Sie niemandem den "kleinen Aufpreis für Echtholzfurnier". Wer für Denken bezahlt wird, bezahlt das durch bessere Motivation an einem einzigen Tag.

Nutzen Sie preiswerte Motivationsmöglichkeiten: Eine Flasche Wein oder ein Blumenstrauß zum Geburtstag steht in keinem Vergleich zum Gehalt des Mitarbeiters, den Geldbeträgen, die er beeinflusst etc. Ein Gegenstand, den man in die Hand nehmen kann, erfreut möglicherweise mehr als Geld, das man nur auf dem Kontoauszug sieht.

Nutzen Sie Fortbildung zur Motivation. Zur Motivation unbrauchbar sind natürlich Seminare, bei denen der Mitarbeiter etwas lernen soll, das er eigentlich längst können sollte. Auch Fortbildung, die er erwartet, hat kaum zusätzliche motivierende Wirkung. Motivierend wirkt aber, Mitarbeiter an höherwertige Aufgaben heranzuführen, z.B. mit einem Strategieseminar. Helfen Sie Ihren Mitarbeitern, erfolgreicher zu werden.
 

VereinsfarbenGeschenke, die verbinden

Eine Ideenliste überwiegend für den privaten Bereich finden Sie bei unseren Geschenkideen. Im geschäftlichen Bereich und speziell wenn es um Motivation geht, müssen aber ganz andere Dinge bedacht werden.

Bei einem Firmenevent können natürlich kleine Präsente verteilt werden. Dabei kann es sich auch um Kleinigkeiten wie Give Aways mit individuellen Motiven handeln - sie sollten passend zum Event gewählt sein und können dann auch zur Stärkung der Unternehmenszugehörigkeit beitragen.

Geschenke, die verbinden sollen, brauchen eine erkennbar gute Qualität. Denn es gilt für sehr viele Menschen: Kleidungsstücke mit einem Firmenlogo trägt man mit Stolz oder gar nicht. Das gilt auch für die Nutzung von Give Aways mit einem Firmenlogo. Sparen Sie also nicht an der Qualität oder sparen Sie sich die ganze Aktion. Ein Geschenk, das der Beschenkte mit Stolz behandelt wie ein Harvard-Student sein Uni-T-Shirt, ist ein echtes Stück Motivation. Es kann wirken wie die Vereinsfarben oder das Nationaltrikot eines Sportlers. Man gehört dazu. Man ist stolz drauf. Und man wird den Vereinsfarben keine Schande machen.

Kostenlose Motivation durch Prestigegewinn

In kleineren Betrieben, in denen Fortbildung keinen festen Stellenwert hat, bietet es sich auch an, Mitarbeiter, die eine besondere Leistung erbracht haben, mit einem Fortbildungskurs zu belohnen (der sowieso nötig gewesen wäre) ...

SmartphoneManchmal sind es nur kleine Aufpreise, die man bezahlt, um aus einem sowieso notwendigen Produkt etwas prestigeträchtiges, motivierendes zu machen. Oft gibt es z.B. den gleichen Schreibtisch für wenig Geld in Echtholzoberfläche statt Kunststoff. Oder einfach etwas hochwertigere Besucherstühle für das Büro. Oder ein x47 aus Hirschleder statt einem Standard-Kalenderbuch.

Auch Reisen können motivierend sein. Der Außendiensttechniker ist vielleicht froh, wenn er nicht zum fünften Mal in diesem Jahr nach Oslo fliegen muss. Und für den Techniker aus dem Innendienst wäre es eine mehr als willkommene Abwechslung.

Auch die Teilnahme an bestimmten Besprechungen oder gar am jährlichen Strategie-Wochenende und Ähnlichem verleiht ein besonderes Prestige und motiviert die Menschen in besonderer Weise.

Auch ein großes Geschenk kann sehr preiswert sein, wenn Sie es an eine Gruppe geben. Wenn Sie z.B. unter 200 Mitarbeitern bei der Weihnachtsfeier einen Kleinwagen verlosen, dann kostet Sie das kaum mehr als 60 Euro pro Mitarbeiter, wirkt aber weitaus motivierender als 5 Euro mehr im Monat.
 

Viele Details

Wie man richtig lobt und tadelt, Ziele setzt und Feste feiert, gibt Anlass zu vielen Details, für die ich auf die Literatur verweisen muss. Vergessen Sie aber nicht die beiden grundsätzlichen Erkenntnisse: Machen Sie sich bewusst, dass Sie motivieren müssen! Und motivieren Sie durch Ziele, möglichst solche, die Sie zu ureigensten Zielen des Mitarbeiters machen.

  

Literatur