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Durch Superprogramming 10 mal schneller! ...

Das Gehirn optimal nutzen - 10 mal schneller Programmieren...

SuperprogrammingSuperprogramming

Superprogramming ist ein Phänomen. Spitzenprogrammierer erstellen Software zehnmal (!) schneller und noch dazu besser. Es wird u.a. verursacht durch bessere Nutzung der Asymmetrie des Gehirns. Einige Teilaspekte unterliegen dem Einfluss von Arbeits- und Denkmethoden und sind lernbar.
 

Das Phänomen

Superprogramming ist zugleich ein Phänomen und eine Denkmethode.

Seit Jahrzehnten beobachtet man extrem leistungsstarke Programmierer mit auffälligen Ähnlichkeiten. Man erkannte schon früh, dass diese Spitzenprogrammierer nicht einfach intelligenter, fleißiger, konzentrierter oder geübter waren als andere. Die Ursachen der Leistungsexplosion liegen tiefer.
 

Vier typische Kennzeichen:

Dieses Hochleistungsphänomen zeigte einige auffällige Merkmale: Kanone abfeuern

  • stark reduzierte Störempfindlichkeit ("Man könnte eine Kanone neben mir abfeuern ...")
  • stressfreies, angenehmes Arbeiten, "wie Fahrt auf fliegendem Teppich",
  • intensiver Gebrauch farbiger, räumlicher Modellvorstellungen
  • phantastischer Leistungszuwachs. Unterschiede um Faktor 10 bis 30.
    (Nicht 10 %, sondern Faktor 10, also 1000 % !!)

Ähnliche Hochleistungsphänomene werden z.B. bei Chirurgen oder Bergsteigern beobachtet. Superprogramming wird in der Praxis überlagert von vielerlei Team-Prozessen. Programmierleistung wird immer schlechter messbar. "Anzahl produzierte Code-Zeilen" ist kein Maßstab mehr. Superprogramming tritt daher nicht mehr so spektakulär in Erscheinung wie zu Zeiten der Assembler-Programmierung. Dennoch sind die potentiellen Leistungsunterschiede nicht geringer geworden.
 

Die Ursachen

Die Hälften unseres Großhirns besitzen verschiedene Talente. Die linke Gehirnhälfte denkt in abstrakten, verdichteten Begriffsinhalten. und in Zahlen. Sie denkt logisch, analytisch, sequentiell und ist Sitz des Sprachzentrums. Die rechte Gehirnhälfte denkt unmittelbar in sensorischen Eindrücken, in Bildern und Modellen, sie denkt ganzheitlich, intuitiv und ist Sitz der Phantasie.

Manche Denkaufgaben werden   - fehlgeleitet durch Kultur und Schulbildung -  von der falschen Gehirnhälfte gelöst.

Nobelpreis Roger Sperry, Aufgabenteilung der Gehirnhälften

Programmieren oder Zeichnen sind Beispiele für Anwendungen, die solche Denkprozesse benutzen. Hier erschließt die Auflösung von Fehlzuordnungen beträchtliche Leistungspotentiale. Wir programmieren, überspitzt formuliert, häufig mit der falschen Gehirnhälfte. (Ausführlich: Konflikt der Gehirnhälften)
 

Welche Gehirnhälfte programmiert?

Programmieren ist nur vordergründig eine Sache der Logik. Der eigentliche Programmiervorgang findet oft ganz anders statt.

"Superprogrammer" stellen sich Programme vor. Das geschieht häufig durch Modelle, meist farbig, räumlich und oft bewegt. (In der Literatur ist sogar von einem Extremfall die Rede, wo ein Programmierer auf dem Klavier (!) sein Programm sozusagen komponierte und dann in einem Rutsch niederschrieb.) Auch ist immer wieder die Rede davon, dass man sich komplette Programmlistings bildhaft vorstellt. So findet ein erfahrener Programmierer oftmals Programmfehler schon beim Überfliegen eines Listings durch eine Art Mustererkennungsprozess des Gehirns, der (syntaktische, manchmal aber auch semantische) Programmfehler als Fremdkörper erkennt.

Schon in den 70er Jahren wurde von Psychologen das gegenseitige Korrekturlesen von Programmlistings unter Teamkollegen empfohlen. Das zwingt nicht nur zu besserer Dokumentation, sondern vermehrt die visuellen Programmeindrücke, die einem Programmierer zur Verfügung stehen. Beim Superprogramming geschieht die Softwareproduktion durch einen rein geistigen Prozess. Das Programm entsteht als Bild im Gehirn und wird dann als fertiges Produkt oder zumindest in großen Blöcken heruntergeschrieben, so schnell es die Finger auf der Tastatur zu lassen.
   

mathematische ModelleProgramme als bunte Vorstellungswelt

Interviews mit Spitzenprogrammierern ergaben interessante Gemeinsamkeiten. Diese Menschen benutzen auf allen Ebenen des Software-Entwicklungsprozesses bildhafte Vorstellungen, Schichtenmodelle, räumliche Modelle, stellen sich Leitungssysteme eines Hauses vor und vieles andere. Komponenten werden im Geiste aus Bauklötzen zusammengesetzt ...

Wesentlich interessanter ist aber, dass diese Bildhaftigkeit auch unmittelbar für den programmierten Code gilt. Viele Spitzenprogrammierer erinnern sich exakt an das Erscheinungsbild eines Programmes (einschließlich der grünen Lesehilfslinien auf dem Papier ...) und können sogar vor dem "geistigen Auge" in Jahre alten Programmen lesen. Der Entwicklungsprozess verläuft ähnlich: Im Kopf werden aus bildhaften Eindrücken von Programmzeilen und häufig ganzen Funktionsgruppen Programme fertig zusammengestellt. Das Codieren am Bildschirm erfolgt als fast reiner Abschreibeprozess. Das heißt, beim Superprogramming werden Programmteile und fertige Programme einfach heruntergeschrieben, so schnell es die Fingerfertigkeit erlaubt.

Die Zusammensetzung im Kopf erklärt auch sehr plausibel den hohen ästhetischen Anspruch an das Äußere eines Programms.
 

Das Ergebnis ist besser!

Man beobachtet bei vielerlei Disziplinen, z.B. auch beim Schnellesen, eine Qualitätsverbesserung durch höheres Tempo. Das gilt auch beim Superprogramming. Durch die deutlich konzentriertere und kompaktere Arbeitsweise sinkt die Zahl der Programmfehler. Durch die visuelle Arbeitsweise neigen Spitzenprogrammierer zu einem ausgeprägten ästhetischen Empfinden. Dieses spiegelt sich in der Software wider. Die Programmlistings sind sauberer gegliedert und nicht nur äußerlich "schöner", sondern auch in ihrem inneren Aufbau wesentlich leichter verständlich und eleganter konstruiert.
 

Absichtlich die Gehirnhälfte wechseln?

Wir können bereits mit wenig Know How und etwas Training absichtlich zwischen den beiden Gehirnhälften wechseln. Neben Superprogramming ist das z.B. nutzbar bei Gedächtnistricks, Zeichnen und sogar beim Sport. Durch geschickte einseitige Überforderung, Ablenkung und viele andere Tricks und Möglichkeiten können wir Denkprozesse in unserem Sinne beeinflussen. Es ist gar nicht so schwer, unser Gehirn, das für das Leben unserer Ahnen als Jäger und Sammler optimiert wurde, auch für Programmieren oder andere Zwecke optimal einzusetzen. Mehr über Denkmethoden finden Sie in So steuern Sie Ihr Gehirn ....
 

Superprogramming auch für Frauen?Superprogramming auch für Frauen?

Es ist wohl politisch nicht korrekt, eine solche Frage überhaupt zu stellen. Doch auffällig ist es schon: Bei allen Erzählungen über derartige Phänomene handelt es sich immer um Männer. Muss das so sein?

Für diese These würde sprechen, dass gerade bei der Zusammenarbeit der Gehirnhälften große Unterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen. Frauen haben ein  stärkeres corpus callosum. Das ist der Verbindungsstrang zwischen den Gehirnhemisphären. Das verbessert die Zusammenarbeit der Gehirnhälften, könnte aber bei diesem Phänomen ein Nachteil sein. Echte Nachweise dazu gibt es nicht. Man darf also auch hier das Wirken des Blondinen-Effekts vermuten.
 

Zugangstricks

Ein Beispiel: Für den erneuten Zugang zum rechtshirnigen Programmieren nach einer Unterbrechung hat sich ein ganz simpler Trick als nützlich erwiesen. Ähnlich wie bei Zeichnen, wo man ebenfalls Überforderungstechniken einsetzt, überfordert man die linke Gehirnhälfte durch eine bildhafte Vorstellung:

Stellen Sie sich ein Programmstück vor. Es kann in diesem Moment mehr oder weniger stark logisch-begrifflich oder bildhaft sein. Jeder Mensch erlebt das anders. Nun stellen Sie sich vor, dieser Programmtext wäre auf eine Folie gedruckt und Sie verbiegen einfach diese Folie. Aus den abstrakten Schriftsymbolen werden plötzlich Bilder. Diesen Vorgang kann die linke Gehirnhälfte nicht mitmachen. Sie gibt sofort auf. Der rechtshirnige Umgang mit dem Programm ist wieder hergestellt.

Solche Tricks sind, für sich alleine genommen, natürlich nutzlos. Ich wollte damit nur beispielhaft zeigen, wie einfach Denkmethoden sein können. (Zum Superprogramming gehört noch etwas mehr!)
 

Ist Superprogramming lernbar?

Ohne einen Mindestvorrat an "Bildern von Programmen" ist Superprogramming nicht möglich. Insofern ist es eigentlich nichts für Anfänger. Andererseits belegen viele Geschichten einen sehr plötzlichen Eintritt dieses Phänomens: Ein bisher "normaler" Programmierer setzt sich abends (!) an seinen Rechner und steigert sich in eine urplötzliche Schaffenskraft hinein, die Stunden, ja manchmal Tage anhält. Es soll negative Extremfälle gegeben haben, in denen Programmierer mit Gewalt vom Terminal weggeholt werden mussten.

Im Normalfall tritt das Phänomen nicht ganz so drastisch zutage. Das oft plötzliche Überschreiten einer Schwelle lässt aber den Schluss zu, dass Superprogramming nicht nur dem naturbegabten Spitzenprogrammierer vorbehalten ist, sondern auch gezielt, zumindest in eingeschränkter Form, herbeigeführt werden kann.
 

Mehr über den praktischen Zugang finden Sie in dem Buch:


   

Bruno Klumpp, "Superprogramming"

Ursprünglicher Preis 88 DM, ca 380 Seiten

Der mittlerweile schon legendäre Buchtitel "Superprogramming" ist leider vergriffen.
Die PDF-Datei eines einfachen Scans für 14 Euro
 kann bei share-it erworben werden.

Eine Neuauflage in Papierform ist nicht ausgeschlossen, jedoch gibt es zu diesem Zeitpunkt noch keinen genauen Erscheinungstermin. Genaueres erfahren Sie dann über den Newsletter. Hier für den Newsletter eintragen!