Strategische Konturen

  

Strategische Konturen“

Ein Unternehmen kann seine Kräfte auf sehr vielen verschiedenen Gebieten investieren. Wettbewerbsvorteile ergeben sich in den meisten Fällen nicht durch ein einziges Merkmal, sondern durch mehrere.

Die Verteilung der investierten Kräfte eines Unternehmens oder einer Einzelperson auf verschiedene Gebiete nennen wir im Folgenden eine „strategische Kontur“. Es handelt sich um ein Profil. Nicht dessen, was erreicht ist, sondern dessen, was getan wird. Wir folgen damit der Namensgebung aus dem Buch "Der blaue Ozean als Strategie"

So kann ein Unternehmen z.B. die Mehrzahl seiner Kräfte auf einen besonders guten Preis konzentrieren, auf besonders gute Qualität, auf schnellen Lieferservice und viele andere.

In vielen Strategiebüchern, darunter auch „Der blaue Ozean als Strategie“ findet man das Beispiel der Southwest Airlines, hier gleich umgesetzt mit der Konturenfunktion von mZ Pro .  

 

 

Im Beispiel sind drei Konturen aufgetragen: Die durchschnittliche Fluggesellschaft, welche ihre Kräfte weitgehend gleichmäßig investiert außer einer zum Entstehungszeitpunkt des Beispiels deutlichen Konzentration auf Platzwahlsysteme. In Dunkelblau ist eine Vergleichskontur des Autofahrers aufgetragen. Preiswert und langsam kommt dieser gut überall hin. Die anderen Punkte entfallen.

Southwest Airlines fand eine Kontur, die dem Autofahrer stark entgegenkam: Preiswert überall hin, aber sehr schnell. Die Behauptung, ganz besonderen Wert auf freundlichen Service zu legen, könnte vermutlich von jeder Airline stammen und kann getrost ignoriert werden. Im Gesamtbild zeigt sich nun ganz deutlich eine Merkmalskombination, die von der Durchschnitts-Airline stark abweicht. Southwest Airlines hat eine klar abgegrenzte Nische gefunden.  Über Jahre war das Unternehmen angeblich die profitabelste Airline überhaupt.

 

Mehrere KernkompetenzenKunst und Schmuckindustrie

Kernkompetenzen wirken in Kombination. Gut sichtbar ist das in Branchen, die viele Wettbewerber hervorbringen, obwohl keine Standortvorteile im Sinne kurzer Transportwege vorliegen. Ein Beispiel wäre die Uhren-, Schmuck- und Kunsthandwerks-Industrie. Hier sind gänzlich verschiedene Kompetenzen gefragt von der Materialbeherrschung bis zur Markenbildung.

Die Gauseschen Gesetze, eigentlich eine Gesetzmäßigkeit in der Biologie, gelten auch für Wirtschaftsunternehmen und sind durch die Bildung strategischer Konturen leicht anwendbar.

Es lohnt sich für Sie, wenn Sie auch für Ihr Unternehmen einen solchen Konturenvergleich vornehmen und die Möglichkeit der Nischenbildung prüfen.

Ausführliches Anwendungsbeispiel (pdf)
 

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