Stimme trainieren

Den "Karrierefaktor Stimme" trainierenSicher auftreten

Wir begeistern Menschen nicht nur mit dem, was wir sagen, sondern mit dem sicheren Klang der Stimme.

Eine angenehme, kräftige Stimme ist ein großer Vorteil. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen erhöht einer tiefe, sonore Stimme die Akzeptanz und ist ein Karrierefaktor. Auch Ihre Stimme lässt sich schulen.

Nutzen Sie das neue 12-Tage-Training "Akzeptanz für Person und Idee".

 

Was macht den Eindruck aus?

Die Wirkung einer Rede oder eines Diskussionsbeitrags hängt zu einem sehr großen Anteil von Ihrer Stimme ab. Dieser Anteil der Stimme am Gesamteindruck ist 5 bis 6 mal so groß wie der des gesprochenen Inhalts! Die Stimme ist ein gewichtiger Teil Ihrer Rede.

 

Klingen Sie sicher?

Ein Redebeitrag wirkt überzeugender, wenn wir sicher klingen. Wenn der Zuhörer merkt: Das, was der da sagt, das meint er ernst und davon ist er überzeugt.

Wir klingen nicht nur sicherer, wenn wir die Stimme selbst trainieren. Lauter zu sprechen etwa, kann leicht als Zeichen der Unsicherheit aufgenommen werden. Wir klingen einfach sicherer, wenn wir sicherer sind: Wenn wir Selbstvertrauen haben. Singen im Chor übt die StimmeIndirekt über Ihr Selbstvertrauen und über das hervorgerufene Empfinden des Zuhörers kann die Stimme eine entscheidende Rolle bekommen.

Deshalb gibt es ganz erstaunliche Wege, seine Stimme sicherer klingen zu lassen. Gute, feste Schuhe zu tragen, wirkt sich verblüffend positiv auf die Stimme aus. Ebenso eine glasklare Gliederung der Gedanken.

Doch auch die Stimme und den Sprechvorgang selbst kann man beeinflussen. Nicht nur kleinen Kindern kann man Dinge wie Lispeln oder unklare Aussprache abgewöhnen. Auch Erwachsene können lernen, zu klingen wie ein professioneller Schauspieler.  Es lohnt sich daher, nicht nur für Verkäufer und Viel-Telefonierer, seine Stimme zu trainieren. Es sind zahlreiche gute Bücher über Stimmtraining auf dem Markt. Professionelle Seminare können ebenfalls sehr hilfreich sein.

Ihre Stimme und Ihr Selbstvertrauen hängen eng zusammen. Deshalb: Stärken Sie Ihr Selbstvertrauen!

 

Hilfreiche Tipps

Der Klang der Stimme wird von vielen Faktoren beeinflusst. Daher können Sie über unterschiedliche Wege Einfluss auf Ihre Stimme nehmen. Hier einige Tipps, die Sie im Alltag umsetzen können:

  • Aufrechte Haltung: Achten Sie auf eine entspannte, aufrechte (Sitz-) Haltung. Verändern Sie die Sitzposition, dehnen und lockern Sie die Muskeln Ihres Oberkörpers immer wieder zwischendurch.
  • Lockerung: Besonders im Schulter-Nacken-Bereich zeigen sich schnell Verspannungen, die sich auf die Stimme auswirken. Machen Sie daher mehrmals täglich Lockerungsübungen für diesen Bereich, wie z.B. sanftes Schulterkreisen. Auch Massagen sind hilfreich.
  • Atmung: Die Atmung spielt bei der Stimmgebung eine zentrale Rolle. Probieren Sie einmal folgende Übung:
    Legen Sie Ihre Hände auf den Bauch und nehmen Sie die Bewegung der Bauchdecke unter Ihren Händen wahr. Lassen Sie den Atem ruhig und entspannt in den Bauch fließen. Die Schultern bleiben dabei locker (nicht hochziehen!). Diese ruhige, tiefe Atmung verbessert die Ausgangsbedingungen für die Stimmgebung.
  • Wasser trinken: Trinken Sie genug, damit die Schleimhäute der Stimmlippen gut befeuchtet weden.
  • Räuspern vermeiden: Stattdessen mehrmals summen und ggf. dabei leicht auf die Brust klopfen. Danach mit möglichst wenig Druck abhusten.

 

Professionelle Unterstützung

Sind Sie häufig heiser? Beim längeren Sprechen verspüren Sie einen Druck im Hals und das Sprechen wird anstrengend? Ihre Stimme wird beim Sprechen "dünner" oder bricht immer wieder ganz weg? Dann sollten Sie sich evtl. von einem Phoniater (Spezialist für Stimme) oder HNO-Arzt untersuchen lassen und ggf. logopädische Hilfe in Anspruch nehmen.

 

Energie ausstrahlen

Stimmtraining ist nicht alles, was man für seine Stimme tun kann. Auch ein gut trainierter Redner wirkt manchmal müde, ganz einfach weil er tatsächlich müde ist. Im Gespräch und im Vortrag kommt es zu einem guten Teil darauf an, dass man kraftvoll und dynamisch wahrgenommen wird. Die Grundlage dafür legen wir durch allgemeine Fitness, aber auch durch ganz einfache Dinge: Versuchen Sie, vor einer Besprechung noch etwas Bewegung zu bekommen. Essen Sie einen halben Apfel. Trinken Sie genug.

Die gleiche Stimme wirkt übrigens auch kraftvoller, wenn der Sprecher in angemessen kräftigen Farben gekleidet ist. Blasse Kleidung kann einen ziemlich blassen Eindruck hinterlassen.

Was bei unseren Stimmbändern tatsächlich schwingt und Töne erzeugt, sind Schleimhäute. Diese müssen bewässert werden, wenn sie leistungsfähig bleiben sollen. Das Glas Wasser für den Redner ist keine Dekoration. Wer viel spricht, sollte viel trinken.

Nutzen Sie die "Rückkopplung der Körpersprache". Gesten, die Selbstsicherheit vortäuschen, machen auf Dauer auch selbstsicherer. Auf dem Umweg über eine trainierte Stimme steigern Sie Ihr Selbstvertrauen!

Münze

Den Trick mit der Münze probieren ...

Der bekannteste Trick zur Kräftigung und Schulung der Stimme ist schon zweieinhalb Jahrtausende alt: Man kann lautes, kraftvolles Sprechen trainieren, indem man an einem künstlichen Hindernis übt. Dazu muss man nicht unbedingt mit dem Mund voller Kieselsteine gegen die Meeresbrandung anreden. Ein einzelner flacher Stein, ein großer Knopf oder eine Münze auf der Zunge erfüllt diesen Zweck. Vorsicht, nicht verschlucken!

Eine weitere Möglichkeit ist, während der zahlreichen Autofahrten in unserem Leben Gedichte zu rezitieren oder lauthals schöne Volkslieder oder Schlager zu singen (vorsicht, nicht das Gekrächze moderner "Künstler" nachahmen!!).



Nehmen Sie an unserem kostenlosen 25-Tage-Methodentraining teil.

Stimmtraining funktioniert am Besten, wenn Sie sich zu einer gewissen Regelmäßigkeit zwingen.


Die Geschichte von den Kieselsteinen hat fast jeder schon einmal gehört. Aber von Demosthenes heißt es auch, er habe im Liegen seine Lunge beschwert und so seine Atmung gekräftigt. Diese Geschichte liest man seltener, aber auch sie enthält einen großen Brocken Wahrheit. Üben Sie Ihre Atmung!

Eine dritte Möglichkeit ist die gezielte Schulung. Die Mitgliedschaft in einem Gesangverein wäre z.B. eine ideale Übungsgelegenheit. Oder verwenden Sie ein Übungsbuch (z.B. "Die Macht der Stimme" (mit CD) . Vielfach ist es angebracht, zunächst sich mit der Kunst des Atmens (Lodes, "Atme richtig") zu befassen.

Übrigens: So wie ein Kirchenchor sich einsingt, bevor der Gottesdienst beginnt, kann auch ein Verkäufer oder ein Redner zuvor im Auto seine Stimme etwas üben. Und noch etwas: Wenn schon eine Treppe Sie außer Atem bringt, klingt auch Ihr Redebeitrag leicht kurzatmig. Gehen Sie gelegentlich Joggen!


TelefonOptimieren Sie Ihre Telefonstimme

Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, den Telefonhörer zwischen Kopf und Schulter zu klemmen, um mit beiden Händen in den Unterlagen zu wühlen. Wenn Sie viel telefonieren, lohnt es sich, ein Headset zu verwenden. Sie sitzen damit fast automatisch aufrechter, sprechen frei und ungezwungen und haben beide Hände frei.

Verhalten Sie sich am Telefon grundsätzlich so, als ob Ihr Gesprächspartner im Raum wäre und Sie sehen könnte. Viele körpersprachliche Signale schwingen auch in Ihrer Stimme mit.

Siehe auch "Gekonnt Telefonieren".

  

StimmtrainingIngrid Amon, "Die Macht der Stimme"

Die Wirkung der Stimme trägt etwa 5 bis 6 mal soviel zur Wirkung bei wie der gesprochene Inhalt. Einfaches, gutes Training. Für jeden, der etwas zu sagen hat.

neue Auflage, mit Audio-CD


Laut oder leise?

Wenn jemand das Gefühl hat, seine Zuhörer wären nicht ausreichend aufmerksam, dann neigt man dazu, lauter und immer lauter zu sprechen. Versuchen Sie es mit einem einfachen Trick: Kurz vor einer wichtigen Aussage sollten Sie nicht lauter, sondern leister sprechen. Ihre Zuhörer merken plötzlich, dass sie nicht alles mitbekommen und hören nun ganz genau hin. Dann machen Sie laut und deutlich Ihre wichtige Aussage.

Die Stimme ist nur ein Teil unserer Körpersprache. Zur Begeisterung gehört mehr. Schaffen Sie Vertrauen und Zuversicht mit der richtigen Körpersprache.

 Lesen Sie deshalb mehr: Wie setzt man seine Körpersprache richtig ein?