Projektziele

"Ganz normale" projektartige Ziele

Expedition in die AntarktisDas ist es eigentlich, was wir uns unter einem Ziel vorstellen: Ein klar formuliertes Projekt. Wir legen fest, was wir bis wann erreichen wollen. Dann legen wir vielleicht noch Zwischenziele fest, jedenfalls aber Aufgaben und Teilaufgaben bis zu einzeln ausführbaren Schritten. Wir legen fest, was jetzt gerade das Wichtigste ist und dann packen wir an.

Eine Expedition ans Ende der Welt würde man so planen oder den Bau eines Hauses. Das gilt für ein Baumhaus für die Kinder genauso wie für eine Brücke über den Bosporus. Eine Hochzeit plant man so oder die Einführung eines neuen Produkts, eine Marketingmaßnahme, einen neuen Prospekt ... All das sind kleine und große Projekte.

Für viele Menschen ist diese Art von Zielen, die einzige Art von Zielen, die man spontan nennen kann: Man verbindet damit, dass etwas Neues angepackt wird.

Ein Ziel ist immer etwas Einmaliges. Beim zweiten Mal ist es schon Routinearbeit. Doch wenn wir diese emotionale Seite von Zielen wegnehmen, dann bleibt doch: Ziele sind nicht nur mit Anpacken und Handeln verbunden, sondern immer auch mit Planen. Ob dabei etwas Neues geschaffen, etwas abgewickelt oder verändert wird, ist dabei gleichgültig. Reine Wiederholtätigkeit jedenfalls hat mit Zielen wenig zu tun, denn dabei gibt es das Planen ja nicht.

Projektartige Ziele, etwas entwickeln, aufbauen oder erschaffen, sind nicht nur Inbegriff von Zielen überhaupt. Die Fähigkeit, Ziele methodisch und erfolgreich zu setzen und anzustreben, zählt zu unseren wichtigsten Fähigkeiten überhaupt. Was immer Sie erreichen wollen: Es ist ein Ziel. Ziele erreichen kann man lernen.
 

Worauf kommt es an?

Maurer beim HausbauDiese Art von Zielen sind oft ein Aufbruch in etwas Unbekanntes. Vielfach, bei großen wie bei kleinen Zielen, sind sie umgeben von psychologischen Fallstricken. Zwischen der Aufbruchstimmung und der Vorfreude auf das Neue auf der einen Seite und den Ängsten und Unklarheiten auf der anderen Seite bewegen wir uns auf einem Terrain, das mehr braucht als nüchterne Planung von Geld und Terminen.

Projektartige Ziele brauchen Klarheit. Alles was zur Klarheit eines Ziels beiträgt, steigert die Chance, es zu erreichen. Eine Willensbekundung tut jedem Ziel gut. Das gilt für so etwas wie Gewicht abnehmen genauso wie für den Bau eines Baumhauses mit den Kindern. Das eine ist aber unmittelbar klar: 5 Kilo in zwei Monaten ist eine klare Ansage. Projekte dagegen bergen in der Vielfalt ihrer Maßnahmen und Gesichtspunkte immer irgendwelche Überraschungen und Unklarheiten. Unser Unterbewusstsein wehrt sich noch dazu gegen Unklares. So etwas wie "restlos motiviert sein" braucht ein enormes Maß an Klarheit über das, was da erreicht werden soll und wie es anzupacken ist.
 

Wie ein BaumGliedern wie ein Baum

Wenn man vor einem Berg steht und auf den Gipfel will, dann geht man den Weg einfach Schritt für Schritt. Projektartige Ziele sind anderst. Man kann sie meist nicht auf Anhieb Schritt für Schritt wie eine ToDo-Liste durchschauen und abarbeiten. Das Typische daran, das was Projektziele von einem Ziel wie "5 kg abnehmen" unterscheidet, ist seine Gliederung. In Projekten hat man große und kleine Aufgaben, wichtige und unwichtige, solche, die eng zusammenhängen und Einzelschritte.

Auf den ersten Blick erscheinen uns solche Ziele also komplex, unüberschaubar und oft auch unerreichbar. Unser Unterbewusstsein weigert sich, das anzupacken.

Aber das kann man ändern. Ein solches Ziel gliedert man wie einen Baum. Der Stamm würde dem Gesamtziel entsprechen. Die größen Äste entsprechen Teilzielen. Immer kleiner Zweige entsprechen dann Aufgaben und Teilaufgaben bis hin zu den Blättern.

So macht man aus großen, unübersichtlichen Zielen kleine, ausführbare Handlungsschritte. Man gliedert so weit, bis unser Unterbewusstsein bei jedem einzelnen Schrtt erkennt: "So etwas ähnliches kenne ich schon. Das kann ich. Haken dran!" Das ist das Geheimnis, mit dem man klare Ziele gewinnt.
 Gliederung

Welches Werkzeug braucht man dafür?

Klärung ist also die Hauptaufgabe. Die richtige Vorgehensweise ist eine Gliederung. Aus großen unklaren Zielen und Aufgaben immer kleinere und klarere, schließlich direkt ausführbare Schritte machen.

Manchmal sind es wirklich ganz kleine Dinge mit einer außerordertlichen Wirkung. Ziele richtig gliedern. Das ist eine solche Sache. Gerade wer das nicht gewohnt ist, wer nicht tagtäglich Projekte leitet und immer wieder neue Dinge wirksam anpackt, der sollte sich da nicht zu schade sein, auch mal relativ einfache Ziele richtig zu klären.

Die Gliederung eines Ziels ändert sich im Verlauf der Ausführung. Nur selten ist im Voraus wirklich alles bekannt, was auf einen zukommt. Neue Teilprobleme und neue Teilziele gliedert man einfach wieder neu.

Im Screenshot rechts ist gut zu erkennen: Man gliedert nicht nur große Ziele in kleine Ziele. Auch offene Fragen oder Gesichtspunkte, die man zu gegebener Zeit berücksichtigen will, gehören als ganz natürlicher Bestandteil in die Klärung eines Ziels.
 

GliederungWas ist ein Outliner?

Das Werkzeug der Wahl nennt man einen Outliner. Das ist ein Gliederugnssystem wie im Screenshot oben  (aus meineZIELE) gezeigt. Es braucht in der Praxis für jeden Schritt oder Teilziel immer auch noch zusätzliche Informationen: Termine, Budget, ausführende Persion, erreichter Status und viele mehr, je nach Situation. Das macht man dann mit einem Spaltenaufbau wie im Screenshot rechts zu sehen.

Noch vor recht kurzer Zeit waren als Outliner aufwändige Lösungen mit Karteikästen und Formularen in Gebrauch. Heute gibt es dafür elegante Software-Lösungen. Ein Ziele-Software, mit der man wirklich mehr erreicht als ohne, hat immer einen solchen klärenden Outliner als Kern. Ein Kalenderprogramm ist keine Ziele-Software. Seine Zeit optimal vollstopfen, könnte man ja notfalls auch ganz ohne Ziele.

Die Ziele-Software "meineZIELE" ist nach genau diesen Prinzipien aufgebaut: Ihre gesamte Planung richtet sich nach Ihren Zielen aus.
 

Weiter mit:  Was sind Balanceziele?